Hoher Anteil von schwerbehinderten Beschäftigten bei den Bundesbehörden

Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter im öffentlichen Dienst des Bundes - also in Bundesministerien, Bundesdienststellen und nachgeordneten Bundesbehörden - erreichte 7,1 Prozent im Jahr 2004 und entsprach damit dem Ergebnis des Jahres 2003. Der Bund ist somit weiter in der Vorreiterrolle für den öffentlichen Dienst insgesamt und ist damit Vorbild insbesondere für den privatwirtschaftlichen Bereich.

Die auch 2004 auf hohem Niveau gehaltene Beschäftigungsquote schwerbehinderter Beschäftigten übertrifft die im öffentlichen Dienst des Bundes geforderten Pflichtquoten von fünf beziehungsweise sechs Prozent deutlich. Für die Privatwirtschaft gilt eine Beschäftigungsquote von fünf Prozent. Diese lag für das Jahr 2003 in diesem Bereich bei einer Quote von 3,6 Prozent. Dies zeigt deutlich die Diskrepanz zwischen öffentlichen Dienst des Bundes und den privaten Arbeitgebern. Dabei hilft der Staat: zum Beispiel mit Zuschüssen zu den Lohnkosten und zur behindertengerechten Einrichtung von Arbeitsplätzen.

Besonders positiv entwickelte sich im Bereich des öffentlichen Dienstes auf Bundesebene die Situation schwerbehinderter Frauen: Ihre Zahl stieg im Jahr 2004 um 283 von 7.400 auf 7.683 (plus 3,8 Prozent). Ihr Anteil an allen im öffentlichen Dienst des Bundes beschäftigten schwerbehinderten Menschen wuchs entsprechend von 35,1 auf 35,3 Prozent. Noch höher ist die Quote bezogen auf die im Jahr 2004 vorgenommenen Neueinstellungen: Hier liegt der Frauenanteil bei 43,4 Prozent.

Um Inhalte und Ziele der gesetzlichen Regelungen in das Bewusstsein aller Beteiligten zu bringen und über Fördermöglichkeiten bei der Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen zu informieren, koordiniert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Initiative „job - Jobs ohne Barrieren“ (im Internet unter www.jobs-ohne-barrieren.de erreichbar). Gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behindertenverbänden, der Bundesagentur für Arbeit, Rehabilitationsträgern und anderen Partnern werden Vorbehalte gegenüber Ausbildung und Einstellung behinderter Menschen abgebaut. Erfahrungen von Unternehmen und mit Integrationsprogrammen werden bekannt gemacht; Veranstaltungen, Broschüren und Internetangebote zeigen, wie die Ausbildungsbereitschaft gestärkt, die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben verbessert und Beschäftigungsverhältnisse durch betriebliche Prävention erhalten werden können.

Bei der Deutschen Bahn AG sind zum Stichtag 31. Januar 2006 aktuell 7.901 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen beschäftigt. Das sind 4,42 Prozent von allen Beschäftigten. Die prozentual höchsten Quoten gibt es in den Bereichen DB ServiceStore (16,67 Prozent), DB JobService (10,9 Prozent) sowie DB Gastronomie (10,7 Prozent). Spitzenreiter bei der Anzahl der Schwerbehinderten und Gleichgestellten ist die DB Netz AG mit 1.798 Beschäftigten mit Behinderungen.

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