Schwerbehinderte: Arbeitsgruppe tagte in Berlin
Das zentrales Anliegen der ständigen Arbeitsgruppe Schwerbehinderte beim Bundesvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA, so der Sprecher Werner Willmann, ist es zu vermitteln, dass die Schwerbehindertenvertrauenspersonen nicht Gegner sondern Partner im Betrieb sind und auch der Geschäftsleitung in vielen Schwerbehindertenfragen beratend zur Seite stehen.
Die Schwerbehindertenvertrauensperson bei der DB Netz AG, Niederlassung Ost, Elvira Peters hatte als Mitglied der ständigen Arbeitsgruppe der Verkehrsgewerkschaft GDBA für den 15. und 16. Juni 2004 zu einer öffentlichen Arbeitstagung nach Berlin eingeladen.
Werner Willmann konnte als Gesprächspartner Sabine Belter, zuständig für Grundsatzfragen Behindertenangelegenheiten bei der DB AG, Andreas Rick, den stellvertretenden Leiter und Thomas Hohmann, den Personalleiter der DB Netz AG, Niederlassung Ost sowie Doris Schäling, Gesamtschwerbehindertenvertrauensperson der DB Netz AG sowie ihren Stellvertreter, Rainer Schuster begrüßen.
Als Gäste nahmen der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des örtlichen Betriebsrates, Ulrich Brettin, sowie weitere Schwerbehindertenvertrauenspersonen der DB Netz AG, Niederlassung Ost teil.
Für die Verkehrsgewerkschaft GDBA nahmen Thomas Schupp, Referent beim Bundesvorstand für Angelegenheiten behinderter Menschen sowie der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Bezirks Nord-Ost, Bernd Handt, an der Veranstaltung teil.
Mitglieder und Ersatzmitglieder der ständigen Arbeitsgruppe Schwerbehinderte beim Bundesvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA
während der Arbeitstagung
in Berlin
Personalleiter Thomas Hohmann stellte fest, dass in seinem Bereich die Schwerbehindertenquote mit 5,6 Prozent überdurchschnittlich hoch sei (3,7 Prozent im gesamten Bereich der DB Netz AG sowie 3,89 Prozent im Bahnkonzern). Dies sei auch der Anstrengung aller beteiligten Sozialpartner zu verdanken. Ausdrücklich lobt er die gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der örtlichen Schwerbehindertenvertretung.
Diskutiert wurde auch die geringe Anzahl schwerbehinderter Azubi bei der DB AG. Nach Meinung aller Beteiligten soll die Anzahl erhöht werden. Das Sozialgesetzbuch (SGB) IX gebe hierfür Hilfestellungen. Es bestehen jedoch noch in einzelnen Fragen Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber sowie Interessensvertretern und Gewerkschaften, wie die Erhöhung erreicht werden kann.
Thomas Schupp führte in seinem Beitrag aus, wie wichtig das Gespräch zwischen allen Beteiligten ist – und zwar im Vorfeld, wenn sich schon Probleme beim Gesundheitszustand abzeichnen. Der neu gefasste Paragraf 84 im SGB IX zur Prävention gebe auch hier Hilfestellungen.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde fand ein Vortrag sowie eine Führung mit Erik Hinke durch die Betriebsleitzentrale Berlin, die modernste ihrer Art, mit Besichtigung einzelner Arbeitsplätze statt. Dort arbeiten auch etliche schwerbehinderte Beschäftigte problemlos mit ihren nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen zusammen.
Am Abend nach dem Besuch des Reichstages und einer Bootsfahrt traf sich dann noch die Arbeitsgruppe zu einer internen Sitzung.
Teilnehmer der Arbeitstagung
vor der Niederlassung Ost
der DB Netz AG
Mitglieder der ständigen
Arbeitsgruppe vor dem ICE-Werk
Berlin-Rummelsburg
Am Morgen des nächsten Tages war die ständige Arbeitsgruppe zu Gast im Gesundheitsministerium. Themen waren dort u. a. der organisatorische und räumliche Aufbau des Ministeriums, die Schwerbehindertenabgabe, die Konzernrichtlinie sowie die Konzernintegrationsvereinbarung der DB AG und das novellierte Sozialgesetzbuch IX.
Zum Abschluss der Veranstaltung besuchte die ständige Arbeitsgruppe das ICE-Werk Berlin-Rummelsburg. Unter fachkundiger Führung von Herrn Wolfgang Dath wurden die Technik und die Arbeitsplätze – darunter auch Schwerbehindertenarbeitsplätze - besichtigt.
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