Der Traum eines schwer kranken Jungen ging in Erfüllung

Patrick Porzel ist 12 Jahre, leidet an der genetisch bedingte Hautkrankheit Epidermolysis Bullosa (EB) und hat Träume wie viele andere junge Menschen auch: Einmal im Lokführerstand eines ICEs mitzufahren – das wäre eine tolle Sache. Peter Tröge, stellvertretender Bundesvorsitzender der Verkehrsgewerkschaft GDBA, erfuhr von dem Schicksal des unheilbar kranken Patrick. Spontan nahm er Kontakt mit den Eltern des Jungen auf und lud Patrick zu einer ICE-Lokfahrt ein.

  v.l.n.r.: Karsten Kießig, Norbert Eisele, Thomas Schupp, Gabriele Porzel, Patrick Porzel, Yvonne Porzel     Im ICE-Cockpit: Karsten Kießig erläuterte Patrick die Zugfahrt

Am 29. August 2006 war es dann soweit: Thomas Schupp, Referent der Verkehrsgewerkschaft GDBA für die Angelegenheiten Behinderter Menschen, traf sich am Servicepoint in Nürnberg mit Patrick, seiner Schwester Yvonne sowie deren Mutter Gabriele Porzel.

Zuerst ging die Fahrt im ICE nach München. Patrick war sofort begeistert, als er zum ersten Mal in der 1. Klasse fahren durfte. In München angekommen, besichtigte die kleine Gruppe den Hauptbahnhof, wobei mit dem Rollstuhl auch gleich die Behindertentauglichkeit des Bahnhofes getestet wurde.

Nach dem obligatorischen Foto vor dem Triebkopf des ICE 724 enterte Patrick neugierig den Lokführerstand, wo dem hellwachen Patrick die Bedienungselemente des Führerstandes ausführlich erläutert wurden. Pünktlich ging die Fahrt 13:07 Uhr von München Richtung Nürnberg los, und Patrick verfolgte gespannt die teilweise 300 Stundenkilometer schnelle Fahrt. Um 14:28 Uhr traf der ICE in Nürnberg ein, wo Patrick und seine Familie sich von ihren Begleitern verabschiedeten und ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten zu Ende ging.

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