Railion Deutschland AG: Behindertensportfest war ein toller Erfolg

Erstmals wurde von der Gesamtschwerbehindertenvertretung Railion Deutschland AG ein Behindertensportfest organisiert. Dieses fand mit über 50 bundesweit angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn AG am 9. September 2004 in den Anlagen des Hessischen Landessportbundes in Frankfurt am Main statt.

Sport ist das Mittel zum Zweck. Er ist geeignet, Vorurteile abzubauen. Er ermöglicht nicht nur die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung, er erfordert häufig auch die bewusste Kooperation zwischen ihnen, stellte der Vorsitzende der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Railion Deutschland AG, Uwe Barnekow, in seiner Eröffnungsrede fest. Schon im Gesundheitsbündnis Bahn haben die Verhandlungspartner festgeschrieben, sportliche Aktivitäten zu unterstützen und zu fördern, denn die sportliche Betätigung kann die Erhaltung der Gesundheit positiv beeinflussen und somit wichtige Impulse geben und damit einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leisten. Um so erfreuter waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass der Vorstandsvorsitzende der Railion Deutschland AG und Mitglied des Vorstandes der Stinnes AG, Dr. Klaus Kremper, die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung übernahm.

Die Organisatoren der Veranstaltung: Eike Bunge, Uwe Barnekow und Simone Schmaroski (linkes Bild). Rechts: Thomas Schupp, Verkehrsgewerkschaft GDBA, während der Eröffnung

Die vor uns liegenden Aufgaben der Railion Deutschland AG können wir nur gemeinsam erfolgreich bewältigen, Mitarbeiter mit Handicaps, gesunde Mitarbeiter und Führungskräfte. Dies trifft auf unser Unternehmen ebenso zu, wie auf die Belange einzelner Menschen und Mitarbeitergruppen. Sport ist eine besonders gute Möglichkeit, Teamgeist, Fairness und das Zusammenspiel im Team zu fördern. Diese Eigenschaften sind heute in den Unternehmen unverzichtbarer denn je, betonte Friedhelm Schewior, Leiter des Personalmanagements der Region Frankfurt in seinem Grußwort im Auftrag des Vorstandes. Bei diesem Sportfest zeigen die Sportler, dass für behinderte Menschen Einsatz, Leistungsbereitschaft und Sportsgeist selbstverständlich sind. Sie tragen den olympischen Gedanken damit überzeugend in unser Unternehmen. Schewior verwies weiterhin darauf, dass Behinderte mit Selbstbewusstsein und Engagement sich für ihre Rechte einsetzen. Dies ist wichtig und notwendig, denn in unserer Gesellschaft herrscht oftmals nur ein mangelndes Bewusstsein für die besonderen Anliegen von Menschen mit einer Behinderung. Dabei ist „nicht behindert zu sein kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann“, so ein Zitat von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Grußworte des Gesamtbetriebsrates überbrachte Jörg Hensel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Railion Deutschland AG.

Gäste aus der Politik folgten der Einladung ebenfalls. So kamen nach Frankfurt die Landtagsabgeordneten Dr. Rolf Müller (CDU) und Dr. Andreas Jürgens (Bündnis 90/Die Grünen), aus dem Frankfurter Römer Stadtrat Hans-Dieter Bürger sowie die Stadtverordneten Ursula Gauls (CDU) und Margit Weißbach (CDU).

Die drei Bahngewerkschaften wurden durch Peter Strüber, TRANSNET, Thomas Schupp, Verkehrsgewerkschaft GDBA, und Manfred Weghaupt, GDL, vertreten.

Für die Verkehrsgewerkschaft GDBA, die das Sportfest neben vielen anderen Sponsoren ebenfalls unterstützte, überbrachte Thomas Schupp sowohl die Grüße des Bundesvorstandes als auch die Grüße der ständigen Arbeitsgruppe Schwerbehinderte beim Bundesvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA. Er betonte, es sei wichtig, dass die behinderten Bahnbeschäftigten in dieser Form eines Sportfestes Anerkennung für ihre Leistungen bekommen. Noch wichtiger sei es jedoch, dass behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den Veränderungsprozessen bei der Bahn mitgenommen werden und nicht auf der Strecke beleiben.

Mit starkem Applaus begrüßten die Teilnehmer Christian Schwarzl, Zentralversehrtensprecher der ÖBB, der in Österreich schon 17 Versehrtensportfeste organisierte und durchführte.

Im Auftrag der Bereichsleiterin Gesundheit und Soziales im DB-Konzern, Birgit Gantz-Rathmann, überbrachte Sabine Belter die Grüße an die Sportler. Sie ist die Beauftragte des Arbeitgebers für die Belange schwerbehinderter Menschen im Konzern der DB AG.

Dabei sein zählt mehr als der Sieg

Das Sportfest bat eine Möglichkeit, anderen nahe zu bringen, dass Leistungswille und Leistungsvermögen allemal so entwickelt sind, wie im Bereich der Menschen, die keine Behinderung haben. Hart aber stets fair und kollegial ging es in den Wettkämpfe zu. Die Sportlerinnen und Sportler kämpften in drei Mannschaften im Hallenfußball sowie in den Schwimmdisziplinen 50 m Brust- und Rückenschwimmen sowie 200 m Brustschwimmen der Frauen und Männer.

Im Hallenfußball spielten drei Mannschaften mit jeweils 7 Spielern um den Pokal. Gewinnerin im 50 Meter Brustschwimmen der Frauen wurde Kornelia Puhlmann aus dem Wahlbetrieb C 1 Berlin. Bei den Männern gewann Michael Engst, Wahlbetrieb C 6 Halle. In nur 01:12,19 Minuten schwamm Kerstin Hanke, Wahlbetrieb C 4 Frankfurt, die 50 Meter Rücken und wurde damit Gewinnerin. Bei den Männern gewann vom Wahlbetrieb C 6 Halle Ralph Großmann mit nur 00:47,43 Minuten. Das 200 m Brustschwimmen konnten Kornelia Puhlmann und Michael Engst für sich entscheiden. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlichen Glückwunsch zu den Leistungen und Ergebnissen.

Der Sportlerabend stand im Zeichen der Siegerehrung, des Showprogramms und dem gemütlichen Beisammensein. Der 1. Stellvertretende Vorsitzende der Gesamtschwerbehindertenvertretung, Eike Bunge, moderierte die Siegerehrung und der Vorsitzende der Gesamtschwerbehindertenvertretung, Uwe Barnekow überreichte mit Simone Schmarowski die Pokale und Urkunden an die Gewinner. Eine Medaille bekamen alle Teilnehmer, denn wie lautet das Motto so schön: Dabei sein zählt mehr als der Sieg.

Mit Comedy, brasilianischen Tänzen und netten Gesprächen unter den Sportlern klang das 1. Behindertensportfest der Railion Deutschland AG aus. Insgesamt kann die Veranstaltung als sehr gut organisiert und gelungen bezeichnet werden, so dass nun für den Herbst 2005 eine Großveranstaltung für alle schwerbehinderten Beschäftigten des Bahn Konzerns geplant wird.

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