Fachkonferenz 2008 in Dortmund: Behinderte Menschen und Integration

Kaum ein anderes Sachthema im SGB IX genießt gegenwärtig soviel Aufmerksamkeit, wie die Integration und das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) zur Einschränkung von Langzeiterkrankungen. Kein Wunder. Im Zuge des demografischen Wandels, älter werdender Belegschaften und einer steigenden psychischen Belastung wird die Gesundheit mehr und mehr zur bedeutendsten Ressource im menschlichen Arbeitsprozess.

Die Sprecher des Arbeitskreises mit Christian Brambring (3. v. l; Geschäftsführer der DB Autozug GmbH) 

Dem Arbeitskreis um Sprecher Werner Willmann gelang es am 10. Juni 2008 eindrucksvoll, diese Erkenntnis zu untermauern und die Notwendigkeit des BEM herauszustellen. Ob mit eigenen Worten oder durch die Vorträge der Gastredner, es blieb immer interessant.

Unter dem Motto „Einander verstehen – miteinander leben“ lud der GDBA-Arbeitskreis „Behinderte Menschen“ an diesem Tag in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Transnet zur sechsten öffentlichen Fachkonferenz nach Dortmund. Mit dabei waren zahlreiche Gäste der Bahn und aus der Politik sowie Vertreter von Ämtern und Behörden. Die in Dortmund ansässige DB AutoZug GmbH erwies sich hierbei als würdiger Gastgeber.

Prominentester Gast war ohne Zweifel der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe. In seinem Vortrag sah er insbesondere im BEM eine große Chance, behinderte Menschen in Beschäftigung zu halten. Gleichzeitig forderte er dazu auf, die gesetzlichen Hindernisse zur Einstellung behinderter Menschen abzubauen. Positiv wertete er den leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen.

  
Hubert Hüppe (MdB); Quelle hellmeister Mitglieder des Arbeitskreises während der Veranstaltung

Karin Evers-Mayer, SPD, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen betonte in ihrem schriftlich vorliegenden Grußwort, dass sich im Zuge des aktuellen (demografischen) Wandels hervorragende Chancen böten, die Regelungen zur Integration und beruflichen Förderung Behinderter zugunsten der Beschäftigten auszugestalten. Dem betrieblichen Eingliederungsmanagement käme hierbei eine zentrale Bedeutung zu.

Für den fachlich vertiefenden Teil zeichneten Sabine Belter (Gesundheits- und Sozialpolitik DB AG) und Steffen Pietsch (GSVP) verantwortlich. Die allgemeine Entwicklung im Schwerbehindertenbereich des Konzerns wurde fundiert dargelegt und die ab 1. Juli 2008 in Kraft getretene Konzernrichtlinie 161.0004 „Gesundheitsgespräche und BEM“ eingehend erläutert. Beide Gäste standen dem Publikum geduldig Rede und Antwort.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die Grußworte des Geschäftsführers der DB AutoZug Christian Brambring, der Gäste Rolf Permantie (Geschäftsführung DB Regio NRW), Burkhard Willerding (Leiter BEV West) und Horst Kapeller (Integrationsfachdienst Dortmund).

Die teilnehmenden Schwerbehindertenvertrauenspersonen auf einen Blick

Nach fünf erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen seit 2002 bewiesen die Kolleginnen und Kollegen des Arbeitskreises „Behinderte Menschen“ in Dortmund einmal mehr, dass sie keinesfalls müde geworden sind. Wenn es um die Belange behinderter Menschen geht, dann sind sie da und packen an. Schöne Geste am Rande: Der Sponsorenbetrag des Gastgebers DB AutoZug GmbH soll in voller Höhe einer gemeinnützigen Einrichtung zukommen. Wahrscheinlich wird dies ein Waisenhaus in Dortmund sein.

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