Betriebsrätekonferenz 2005 in Fulda
Die
neuen Tarifverträge bei der Deutschen Bahn und die sich daraus ergebenen
Möglichkeiten für Betriebsräte standen im Mittelpunkt einer bundesweiten
Betriebsrätekonferenz der Verkehrsgewerkschaft GDBA am Dienstag, dem 6.
September 2005, in Fulda.
Mit einem klaren Nein zu den Angriffen auf die betriebliche Mitbestimmung eröffnete der stellvertretende Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Peter Tröge, die Betriebsrätekonferenz 2005 der Gewerkschaft in Fulda. Mitbestimmung sei weder ein Standortnachteil noch hemme sie die Entwicklung der Unternehmen. Es gebe keinen stichhaltigen Grund für die derzeitige Diskussion um dieses Thema, so Tröge vor rund 200 Teilnehmern der Veranstaltung.
Im übrigen sei die betriebliche Mitbestimmung keine spezifisch deutsche Angelegenheit. In 18 von 25 Ländern der EU gibt es mitbestimmte Leitungsorgane, bei denen die Arbeitnehmervertreter mit vollem Stimmrecht ausgestattet sind. Erwiesen sei, dass die Mitbestimmung für Betriebsfrieden sorge und die Motivation der Mitarbeiter stärke. Dies käme letztlich den Unternehmen zugute.
Arbeitnehmerrechte
schützen
Kündigungsschutz und betriebliche Mitbestimmung sollen nach der Wahl nicht angetastet werden, so erklärten Vertreter von SPD und CDU/CSU übereinstimmend bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Betriebsräte-Konferenz. Bei der CDU gäbe es zwar einige Überlegungen zu Änderungen, so der stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende, Dr. Christian Bäumler, diese beträfen aber in erster Linie die Arbeitgeberseite. Claudia Blum von der SPD bekräftigte, dass ihre Partei auch eine Aushöhlung der Betriebsratsarbeit durch die Hintertür strikt ablehnt. Beide Politiker stimmten überein, dass befristete Arbeitsverträge generell kritisch zu sehen seien. Auf keinen Fall dürfe es zu so genannten Kettenarbeitsverträgen kommen.
Der stellvertretende GDBA-Bundesvorsitzende Peter Tröge bewertete die Aussagen der Parteienvertreter positiv und forderte außerdem, dass auch die Betriebsverfassung in wesentlichen Punkten tabu sein solle. Die Betriebsräte, so Tröge, hätten einen harten Job, den sie hervorragend erledigten, jede Einschränkung für ihre Arbeit wäre fatal.
Mit
der Podiumsdiskussion ging die Betriebsrätekonferenz 2005 der
Verkehrsgewerkschaft
GDBA in Fulda, zu der sich rund 200 Teilnehmer trafen, am
Nachmittag Ende.
Bild: Diskutierten über die Zukunft der Mitbestimmung: Claudia Blum (SPD, ganz links), Dr. Christian Bäumler (CDU, ganz rechts) und Peter Tröge, stellvertretender Bundesvorsitzender der Verkehrsgewerkschaft GDBA (zweiter von rechts). Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von GDBA-Pressesprecher Uwe Reitz.
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