Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA
Einkommensrunden 2007: Mehr Geld gefordert (30.11.2006)
Ausschüsse aus Mitgliedern der Verbandstarifkommission Agv MoVe gebildet (10.03.2006)
Tarifgemeinschaft: Erste Sitzung der Verbandstarifkommission Agv MoVe (10.03.2006)
Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET machen mobil gegen Armutslöhne (09.02.2006)
Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) bezieht gemeinsames Büro (24.08.2005)
Entscheiderkreis tagte (15.08.2005)
Zusammenarbeit von TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA noch wirkungsvoller (30.07.2005)
Tarifgemeinschaftsvertrag unterzeichnet (21.06.2005)
Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET unterzeichnen Verträge über Tarifgemeinschaft (20.06.2005)
Ja zu Tarifgemeinschaft (04.05.2005)
Einkommensrunden 2007: Mehr Geld gefordert
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET wollen in den anstehenden Tarifrunden reale Einkommensverbesserungen durchsetzen. Im Organisationsgebiet beider Gewerkschaften laufen demnächst 51 Tarifverträge aus. Die meisten Verhandlungen stehen dabei bei der Deutschen Bahn AG an. Vor den jeweiligen Tarifverhandlungen ist eine breite Basis-Beteiligung geplant.
Einen entsprechenden Beschluss fasste am Donnerstag, dem 30. November 2006, die Große Tarifkommission der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG). „Real heißt für uns, dass die Abschlüsse Produktivitätssteigerungen berücksichtigen, einen Ausgleich für zu erwartende Mehrbelastungen der Menschen schaffen und zugleich für mehr Geld im Portmonee sorgen“, erläuterten die Vorstände der Tarifgemeinschaft, Heinz Fuhrmann und Alexander Kirchner. Als Beispiele für die Mehrbelastungen nannten beide die Erhöhung der Mehrwertsteuer, die Kürzung der Pendlerpauschale und die Halbierung des Sparerfreibetrages.
Die jeweiligen Forderungen sollen konkret auf die entsprechenden Unternehmen zugeschnitten werden. Im Vorfeld ist eine breite Beteiligung der Basis vorgesehen. „In „Basis-Dialogen“ soll ausführlich über die Vorstellungen der Beschäftigten für die anstehenden Verhandlungen diskutiert werden“, kündigten Fuhrmann und Kirchner an.
Weiteres Thema in den kommenden Tarifrunden soll, nach dem Willen der Großen Tarifkommission, die Stärkung und der Ausbau der tariflichen Altersvorsorge sein. „Dieser Bereich gewinnt für den Einzelnen immer größere Bedeutung, deshalb wollen wir auch hier einen Schwerpunkt setzen“, kündigten die beiden Vorstände der Tarifgemeinschaft TRSANSNET/ GDBA (TG) an.
Ausschüsse aus Mitgliedern der Verbandstarifkommission Agv MoVe gebildet
Im Interesse einer effektiven fachgerechten Tarifarbeit wurden am 10. März 2006 in Fulda insgesamt 27 Ausschüsse mit Vertretern aus der Verbandstarifkommission Agv MoVe gebildet.
19 feste Ausschüsse für Tarifverträge im DB Konzern beraten die TG bei grundsätzlichen Änderungen des jeweiligen Tarifvertrages und sprechen ihre Empfehlung an den Vorstand und den Entscheiderkreis der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) aus. Acht weitere Ausschüsse werden die Verhandlungen zu bestimmten Tariffeldern und besondere Regelungen vorbereiten und begleiten.
Tarifgemeinschaft: Erste Sitzung der Verbandstarifkommission Agv MoVe
Die Auswirkungen einer geplanten Umstrukturierung des Bahnkonzerns sowohl auf die bestehenden Tarifverträge als auch auf die künftige Tarifarbeit sind ein Schwerpunktthema, mit dem sich die Kommissionsmitglieder am 9. und 10. März 2006 in Fulda befassen werden.
„Die Modelle der Umstrukturierung laufen alle auf eine Zerschlagung des Bahnkonzerns hinaus. Doch viele Tarifverträge, so auch der erst im Jahr 2005 erreichte Beschäftigungssicherungstarifvertrag, sind zwingend mit dem Bahnkonzern als Ganzes verbunden. Bei Auflösung des Konzernverbundes wird es keinen unternehmensübergreifenden tariflich garantierten Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen mehr geben. Das Modell ‚Drehscheibe Konzernarbeitsmarkt’ ist beendet“, betonten die TG-Vorstände Alexander Kirchner und Heinz Fuhrmann.
Doch die Folgen einer Zerschlagung des Konzernverbundes würden nicht nur die Beschäftigten des Bahnkonzerns spüren, sondern auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in anderen Bereichen des Verkehrssektors. Tarifverträge des Bahnkonzerns seien bisher Orientierungsgröße innerhalb der Branche schienengebundener Verkehre. Diese Orientierung würde wegfallen und es käme zu einer gravierenden Abwärtsspirale im Tarifniveau der Branche. Der Wettbewerb werde noch mehr an Härte zunehmen und ausschließlich über Lohn- und Sozialdumping zu Lasten der Arbeitnehmer geführt. Regulierungsmechanismen durch tarifliche Vereinbarungen seien dann kaum noch durchsetzbar.
Rege diskutiert wird das Thema „Betriebliche Altervorsorge“. Deutlich gemacht wurde, wie wichtig eine betriebliche und private Altersvorsorge ist. Angesichts der Verschlechterungen bei der gesetzlichen Rente und der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, ist mit deutlich geringeren finanziellen Mitteln im Alter zu rechnen. Nicht selten wird das dann zur Altersarmut führen. Deshalb haben sich TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA nachhaltig für eine Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge eingesetzt. Bei Verwendung der Mittel aus der Mitarbeiterbeteiligung würde die betriebliche Altersversorgung attraktiver werden. Für die DB-Beschäftigten wäre das ein wichtiger Schritt zum Schutz vor Altersarmut.
Die Verbandstarifkommission Agv MoVe der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) besteht aus 81 Mitgliedern. Sie hat die Aufgabe, alle tarifpolitischen Angelegenheiten, die über einzelne Unternehmensbereiche hinausgehen und im ganzen oder Teilen des Bahnkonzerns wirken, zu beraten und Beschlussempfehlungen zu geben. Das ist insbesondere hinsichtlich der Aufstellung der Tarifforderungen im Vorfeld von Tarifverhandlungen sowie bei der Entscheidung über Annahme oder Ablehnung von Verhandlungsergebnissen notwendig.
Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET machen mobil gegen Armutslöhne
Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) will gegen Armutslöhne mobil machen und diese durch tarifliche Regelungen verhindern. Ein entsprechendes Vorgehen empfahl die Große Tarifkommission am 9. Februar 2006 nach Beratungen in Frankfurt am Main.
"Wir sehen hier die Tarifpolitik in der Pflicht und wollen nicht auf gesetzliche Regelungen warten", erklärten der stellvertretende Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA Heinz Fuhrmann und TRANSNET-Vorstand Alexander Kirchner. Es müsse sichergestellt werden, dass "Arbeitnehmer, die in Vollzeit arbeiten, davon leben und die Existenz einer Familie sichern können."
Armutslöhne würden sich als Einkommen, die unter 50 Prozent des durchschnittlichen Bruttoverdienstes liegen, definieren. Nach Auffassung der TG muss das tarifliche Brutto in den untersten Lohngruppen deshalb in jedem Fall über dieser Marke liegen. "Wir werden vor allem darauf achten, dass untere Lohngruppen möglicherweise angehoben werden müssen", kündigten Fuhrmann und Kirchner an. Dies werde "ein Kern" anstehender Tarifverhandlungen sein.
Die Große Tarifkommission der TG-Gewerkschaften sprach sich dafür aus, das Arbeitnehmerentsendegesetz auszuweiten. Die Möglichkeit einer Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen werde dadurch erleichtert. Das Gremium wandte sich zugleich gegen eine flächendeckende Ausweitung von Kombilöhnen zur Förderung und Ausweitung eines Niedriglohnsektors. "Damit werden weder Armutslöhne beseitigt, noch wird die hohe Arbeitslosigkeit nachhaltig gesenkt", stellten Fuhrmann und Kirchner fest. Außerdem führten Kombilöhne zu einem weiteren Druck auf die Tarife im unteren Einkommensbereich. "Flächendeckend führt so etwas zum Kollaps der Sozialsysteme und gefährdet den sozialen Frieden", betonten die Gewerkschafter. Akzeptiert würden hingegen spezielle Kombinationen, um Langzeitarbeitslose wieder auf dem Arbeitsmarkt einzugliedern.
zum Seitenanfang
Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) bezieht gemeinsames Büro
Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) wird zum 1. September 2005 in ein gemeinsames Büro ziehen. Der Umzug in die Niddastraße wird in der Zeit vom 29. August bis 2. September 2005 stattfinden. Wir bitten um Verständnis, dass die Kolleginnen und Kollegen in dieser Woche umständehalber nur sehr eingeschränkt erreichbar sein werden.
Ab Montag, den 5. September 2005 ist die TG wie folgt erreichbar:
Postanschrift:
Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG)
Niddastraße 98 – 102
60329 Frankfurt am MainTelefon: 0 69 - 24 18 20 10
Fax: 0 69 - 24 18 20 33
E-Mail: transnet.gdba@tarifgemeinschaft.org
Auf seiner zweiten Sitzung hat der Entscheiderkreis der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) am 15. August 2005 in Frankfurt am Main die Kündigung verschiedener Tarifverträge beschlossen sowie dem Abschluss neuer Tarifverträge zugestimmt.
Gekündigt werden die Tarifverträge über Entgelt beziehungsweise Löhne und Gehälter bei
Mecklenburgische Bäderbahn (Molli) zum 31. Oktober 2005,
Regionalbus Augsburg (RBA),
Gleisbaumechanik Brandenburg (GBM),
ALSTOM Lokomotivenservice,
LausitzBahn (LZB),
RB Bitterfeld,
RegioBus Rheinland (RBR)
jeweils zum 31. Dezember 2005.
Die Zustimmung des Entscheiderkreises der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) erhielt:
- Der Überleitungstarifvertrag für Beschäftigte der ehemaligen Arcor Online GmbH. Darin wird die Umsetzung der individuellen Arbeitsvertragsinhalte hin zum Tarifvertrag Arcor geregelt.
- Der Tarifabschluss für die Beschäftigten der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB). Hierin wurde im wesentlichen eine Beschäftigungssicherung für alle Mitarbeiter mindestens bis Ende 2010 vereinbart.
- Der Tarifabschluss für die rund 1 350 Beschäftigten der DB Zeitarbeit GmbH. Darin sind unter anderem Einmalzahlungen sowie eine Bewährungszulage festgeschrieben.
- Eine Tarifliche Regelungsvereinbarung für die Beschäftigten der Gleisbaumechanik Brandenburg.
- Der Abschluss eines Tarifvertrages zur Führung eines Langzeitkontos mit dem Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe). Dieser Tarifvertrag soll für Arbeitnehmer verschiedener Unternehmen des DB Konzerns gelten. Beschäftigte können dann mit dem Arbeitgeber die Führung eines Langzeitkontos schriftlich vereinbaren. Darin werden Überstunden als „Wertguthaben“ aufgenommen.
Darüber hinaus beschloss der Entscheiderkreis die Tarifverhandlungen für die Ausgestaltung eines Zukunftssicherungsfonds weiterzuführen.
Der Entscheiderkreis ist das maßgebliche Beschlussgremium der kürzlich gebildeten Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG). Er entscheidet über Abschluss, Änderung, Aufhebung oder Kündigung von Tarifverträgen. Der Entscheiderkreis setzt sich aus sechs ehrenamtlichen Mitgliedern des Hauptvorstandes der TRANSNET sowie drei ehrenamtlichen Mitgliedern des Bundesvorstandes der Verkehrsgewerkschaft GDBA zusammen.
Zusammenarbeit von TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA noch wirkungsvoller
Im Bild von links: TRANSNET-Chef Norbert
Zum 1. August 2005 nimmt die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) ihre Arbeit auf. Damit wird die bisherige Zusammenarbeit der Gewerkschaft TRANSNET und der Verkehrsgewerkschaft GDBA in der Tarifpolitik noch effizienter und beide Organisationen schlagkräftiger.
Hansen, Heinz Fuhrmann, Alexander Kirchner, GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel.Die Gewerkschaften TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA werden ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tarifpolitik weiter ausbauen. Aus der bisherigen Verhandlungsgemeinschaft wird nun eine Tarifgemeinschaft. Die entsprechenden Verträge wurden von beiden Gewerkschaften am 21. Juni 2005 in Frankfurt am Main unterzeichnet.
Die bisherige Zusammenarbeit hat sich im Interesse der Mitglieder beider Gewerkschaften nachweislich bewährt. In einer Zeit, in der die tariflichen und sozialen Errungenschaften von Jahrzehnten immer mehr in Frage gestellt werden, müssen Gewerkschaften gemeinsam kämpfen. Der Horrorkatalog von Arbeitgebervertretern scheint schier endlos zu sein, wenn es darum geht die Arbeitnehmerrechte zu beschneiden. Doch Einigkeit macht stark und diese Stärke der Gewerkschaften ist dringend erforderlich.
Die Kooperation von TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA im Bereich der Tarifpolitik läuft seit drei Jahren. Das Konstrukt ist nahezu einmalig in Deutschland. Die Gewerkschaft TRANSNET gehört dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) an, die Verkehrsgewerkschaft GDBA ist im dbb beamtenbund und tarifunion (dbb) beheimatet.
Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) ist anerkannter Tarifpartner unter anderem des Arbeitgeberverbandes der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe), des Arbeitgeberverbandes Deutscher Eisenbahnen eV (AGVDE), weiterer Arbeitgeberverbände sowie von zahlreichen Verkehrs-, Logistik-, Dienstleistungs- und Telekommunikationsunternehmen und Sozialeinrichtungen. Nicht zuletzt durch die effiziente Zusammenarbeit beider Gewerkschaften konnten bedeutende Erfolge und Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Bereichen erzielt werden. In der heutigen Zeit ist die Sicherung der Arbeitsplätze besonderer Schwerpunkt gewerkschaftlicher Arbeit. Die wirkungsvolle Tarifarbeit hat auch dazu geführt, dass es bisher keine betriebsbedingten Kündigungen im Bahnkonzern gab und sogar im letzten Jahr eine tarifliche Beschäftigungssicherung bis 2010 festgeschrieben werden konnte.
Im September wird die Tarifgemeinschaft ein eigenes Büro in Frankfurt am Main beziehen. Künftig werden von dort aus die gesamte Tarifarbeit und nahezu alle Tarifverhandlungen, die im Organisationsgebiet der TRANSNET und der Verkehrsgewerkschaft GDBA stattfinden, zentral gesteuert.
Tarifgemeinschaftsvertrag unterzeichnet
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET haben ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tarifpolitik weiter ausgebaut. Aus der bisherigen Verhandlungs- wird nun eine Tarifgemeinschaft. Die entsprechenden Verträge wurden von beiden Gewerkschaften am 21. Juni 2005 in Frankfurt am Main unterzeichnet. Die Tarifgemeinschaft (TG) startet am 1. August 2005.
„Wir besiegeln damit einen logischen Schritt“, erklärten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und TRANSNET-Vorstand Alexander Kirchner. Die bisherige Zusammenarbeit habe sich im Interesse der Mitglieder beider Gewerkschaften bewährt. Künftig werden nahezu alle Tarifverhandlungen, die im Organisationsgebiet der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der TRANSNET stattfinden, zentral gesteuert. Ein entscheidendes Element der
Tarifgemeinschaft ist dabei die Bildung eines so genannten „Entscheiderkreises“. Dieser führt auf kurzem Wege die Entscheidungen der Beschlussgremien der Gewerkschaften aus. Herausragende tarifpolitische Entscheidungen sind nach wie vor von den Voten des Bundesvorstandes der Verkehrsgewerkschaft GDBA beziehungsweise des Hauptvorstandes der TRANSNET abhängig.
Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET unterzeichnen Verträge über Tarifgemeinschaft
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET manifestieren ihre Zusammenarbeit in der Tarifpolitik. Aus der Verhandlungsgemeinschaft (VG) wird eine Tarifgemeinschaft (TG). Die Verträge werden am 21. Juni 2005 in Frankfurt am Main unterzeichnet. Künftig werden sämtliche Tarifverhandlungen, die im Organisationsgebiet der beiden Gewerkschaften stattfinden, zentral gesteuert.
„Mit diesem Schritt vollziehen wir die Ergänzung der bisherigen Zusammenarbeit“, betonten der stellvertretende Vorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA Heinz Fuhrmann und TRANSNET-Vorstand Alexander Kirchner. Im Vorfeld seien zahlreiche Satzungs- und Geschäftsordnungsänderungen erforderlich gewesen. Wichtigstes Element der Tarifgemeinschaft ist die Bildung eines so genannten „Entscheiderkreises“. Dieser führt auf kurzem Wege die Entscheidungen der Beschlussgremien der jeweiligen Gewerkschaften aus. „Wir sind dadurch schneller handlungsfähig“, betonten Fuhrmann und Kirchner. Bislang war die endgültige Zustimmung zu tarifpolitischen Entscheidungen von den Voten des GDBA-Bundesvorstandes bzw. TRANSNET-Hauptvorstandes abhängig. Künftig übernimmt dies weitgehend der Entscheiderkreis.
Die künftige Tarifgemeinschaft wird in Frankfurt am Main ein eigenes Büro beziehen. Sämtliche Fragen der Tarifpolitik sollen künftig dort bearbeitet werden.
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA wird die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft TRANSNET im Tarifbereich intensivieren. Der Bundeshauptvorstand beschloss, für künftige Tarifverhandlungen eine Tarifgemeinschaft zu bilden.
Bislang werden viele Verhandlungen parallel geführt, müssen bei Beschlüssen zwei Tarifkommissionen einberufen werden. Um für die Mitglieder der Verkehrsgewerkschaft GDBA effektiver arbeiten zu können, sollen Kräfte gebündelt und Synergien genutzt werden. Die Tarifgemeinschaft bietet die entsprechende Möglichkeit.
„Die bisherige Zusammenarbeit zwischen Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET hat bewiesen, dass wir gemeinsam besser in der Lage sind, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten “, machte der Bundesvorsitzende Klaus-Dieter Hommel vor dem Bundeshauptvorstand deutlich. Der eingeschlagene Weg habe sich insofern als richtig erwiesen.
Seite weiterempfehlen Seite drucken