Demonstration in Gelsenkirchen
(09.07.2008)
Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor
geöffnet (18.06.2008)
Demonstration in Gelsenkirchen
Am 9. Juli 2008 werden die Beschäftigten in Gelsenkirchen im Anschluss an eine Betriebsversammlung der DB Regio NRW gegen die Kündigung des Verkehrsdurchführungsvertrages von Seiten des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) demonstrieren.
Wegen fehlender Regionalisierungsmittel, die letztendlich die Politik zu verantworten hat, werde, so die Gewerkschaften GDBA und Transnet, bewusst mit den Sorgen und Nöten von mehr als 4000 Beschäftigten gespielt. Hier würden Preiskämpfe auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Sozialstandards und Mindestlöhne seien keine Verhandlungsmasse.
Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor geöffnet
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA verurteilt die fristlose Kündigung des Verkehrsvertrags mit der DB Regio NRW auf das Schärfste. Durch die Hintertür, so Klaus-Dieter Hommel, Bundesvorsitzender der GDBA, werde hier versucht, einzusparen. Offensichtlich sei den politisch Verantwortlichen jedes Mittel recht, die Kosten für den Regionalverkehr zu drücken. Nach Ansicht der Gewerkschaft öffnen Politik und Verkehrsverbund damit dem Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor.
Die Zeche müssten als erstes die Beschäftigten von DB Regio und DB Sicherheit zahlen – 2000 Arbeitsplätze stehen hier auf dem Spiel. Mit einer Neuvergabe der Leistungen würden aber auch Mitarbeiter anderer Verkehrsunternehmen betroffen sein, die diese Politik mit mieser Bezahlung und schlechten Sozialleistungen ausbaden müssen, befürchtet die GDBA.
Die Gewerkschaft fordert die Politik auf, ihrer besonderen Verantwortung gerecht zu werden. Sozialstandards und Mindestlöhne seien keine Verhandlungsmasse.
Hintergrund: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat den laufenden Vertrag mit DB Regio vorzeitig fristlos gekündigt und wird in der Folge die Leistungen für rund 37 Millionen Zugkilometer europaweit ausschreiben.
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