Erfolgreiche Warnstreiks bei Busgesellschaften im Südwesten (07.04.2008)
TG-Gewerkschaften drohen mit Warnstreiks (02.04.2008)
Erfolgreiche Warnstreiks bei Busgesellschaften im Südwesten
Rund 370 Busfahrer haben am Morgen des 7. April 2008 für einen Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Sie folgten dem Aufruf der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der Gewerkschaft TRANSNET. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen bei der Busverkehr Rhein-Neckar GmbH (BRN) und der SüdbadenBus GmbH (SBG).
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| Warnstreiks am 07.04.2008 bei Busverkehr Rhein-Neckar in Heidelberg und Schwetzingen | |
Bei der BRN legten rund 170 Busfahrer für drei Stunden die Arbeit nieder, bei
der SBG rund 200 Busfahrer. 330 Busse konnten während der Warnstreiks die Depots
nicht verlassen. Beide Unternehmen gehören zur
DB Stadtverkehr GmbH.
Die große Beteiligung zeigt, wie groß die Empörung der Busfahrer über die
Hinhaltetaktik der Arbeitgeber ist. Die Fahrer erwarten für ihren schwierigen
und verantwortungsvollen Job jetzt endlich eine angemessen Lohnerhöhung.
Für die Beschäftigten der SBG fordert die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) eine monatliche Erhöhung um 195 Euro, die Arbeitgeber bieten 100 Euro. Bei der BRN liegt die Forderung bei 120 Euro, das Angebot bei 25 Euro. Die Verhandlungen gehen am 7. und 8. April 2008 weiter. Sie gehen bei SBG dann in die entscheidende Phase.
TG-Gewerkschaften drohen mit Warnstreiks
Schon seit Januar laufen bei sieben Busgesellschaften der DB Stadtverkehr
GmbH Tarifverhandlungen. Jetzt gehen diese in die entscheidende Phase. Die
Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET schließen Warnstreiks
nicht mehr aus, sollte sich die Arbeitgeberseite nicht bewegen.
Verhandelt wird für insgesamt 3000 Beschäftigte. Verkehrsgewerkschaft GDBA und
TRANSNET fordern regional differenzierte Lohnerhöhungen von bis zu 195 Euro pro
Monat. Die Arbeitgeber bieten lediglich zwischen 20 und 60 Euro an.
„Die Beschäftigten der DB Stadtverkehr haben bereits seit Jahren
Lohnzurückhaltung geübt“, erklärten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und
TRANSNET-Tarifvorstand Alexander Kirchner. „Jetzt erzielen die Busgesellschaften
Spitzenergebnisse und liefern satte Gewinne an den DB-Konzern ab. Die Busfahrer
sollen aber mit minimalen Lohnerhöhungen abgespeist werden. Das werden wir nicht
akzeptieren.“
Warnstreiks könnte es bereits Anfang kommender Woche geben. Betroffen hiervon
wären die Ballungsräume rund um Koblenz, Mainz, Kassel, Karlsruhe, Mannheim,
Freiburg und Bremen.
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