DB Gastronomie GmbH

 

Geschäftsführung bittet um "Denkpause" - Tarifverhandlungen ausgesetzt (04.07.2003)
Gespräche zum Haustarif DB Gastronomie wiederaufgenommen (19.04.2002)

 

Geschäftsführung bittet um "Denkpause" - Tarifverhandlungen ausgesetzt

Die schwierigen Verhandlungen zu einem Haustarif für die Beschäftigten der DB Gastronomie sind wenige Tage vor der vermeintlichen Abschlussrunde von Seiten der Geschäftsführung bis auf weiteres ausgesetzt worden. In einem Brief an die Gewerkschaften bittet der Geschäftsführer um eine „Denkpause“, um den bisherigen Ansatz zu überdenken.

Bereits seit über drei Jahren befindet sich die Verkehrsgewerkschaft GDBA mit der DB Gastronomie in Gesprächen zur Gestaltung eigenständiger Tarifstrukturen. Mehrfach wurden verschiedene Modelle erörtert, um einerseits die bestehenden Entgelte und Sozialbedingungen der Beschäftigten zu sichern, andererseits aber auch die Personalkosten des Unternehmens zu begrenzen.

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat dabei den bereits mehrfach bewährten Weg verfolgt, einen Haustarif mit wettbewerbsorientierten Entgeltbedingungen zu gestalten, der für die bislang Beschäftigten auf Grund eines besonderen Sicherungstarifvertrages sowie der konzernweit geltenden Entgeltsicherung (KonzernZÜTV) keine Nachteile bringt.

Die Geschäftsführung bestand jedoch bis zuletzt auf einer konsequenten Orientierung an die Wettbewerber in der Systemgastronomie und deren deutlich niedrigeren Entgelt- und Sozialstandards. In der letzten Verhandlungsrunde wurde sogar gefordert, den - per Verweisung auch für die DB Gastronomie geltenden - Tarifabschluss der DB AG in Bezug auf die Einkommenserhöhung von 3,2 % und die verbindliche Angleichung der Osteinkommen bis 2006 wieder rückgängig zu machen. Dies wurde von der Verkehrsgewerkschaft GDBA kategorisch abgelehnt. Mit ihrem Brief an die Verhandlungspartner hat die Geschäftsführung der DB Gastronomie auf ungewöhnliche Weise quasi einen Schlussstrich unter die bisherigen Verhandlungen gezogen.

Fazit: Für die vorhandenen Beschäftigten gelten die Tarifverträge der DB AG und Konzerntarifverträge in vollem Umfang weiter.

zum Seitenanfang

 

Gespräche zum Haustarif DB Gastronomie wiederaufgenommen

Die seit November 2001 ausgesetzten Verhandlungen zur Gestaltung eigenständiger tariflicher Regelungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Verpflegungseinrichtungen sowie im Verwaltungsbereich der DB Gastronomie (Haustarif) sind am 17. April 2002 mit einem Gespräch zwischen der Tarifgemeinschaft GDL/GDBA (TGM) und der Geschäftsführung wieder aufgenommen worden.

Grundlage hierfür ist die geänderte Unternehmensstrategie der DB Gastronomie. Statt der bisherigen Zielsetzung - Umwandlung der Verpflegungseinrichtungen in öffentliche Gastronomie mit der Möglichkeit zum Verkauf an Dritte - besteht nun erklärtermaßen die Absicht, den Schwerpunkt des Unternehmens weiterhin als Betriebsrestaurants für die Beschäftigten im DB Konzern zu belassen. Hinzu kommt die von der DB AG Holding der TGM zugesicherte Wieder-Inkraftsetzung des Verweisungstarifvertrages der DB Gastronomie, der vom Arbeitgeber einseitig bereits zum 31. Dezember1999 gekündigt worden war.

Vor diesem Hintergrund eines wieder stabilen Umfeldes erklärte sich die TGM in dem Gespräch bereit, die Verhandlungen zu einem individuell zugeschnittenen Haustarifvertrag erneut aufzunehmen. Aufgrund zwischenzeitlicher Änderungen und sich abzeichnender Entwicklungen im Tarifgefüge des DB Konzerns sind jedoch die alten Textentwürfe aus 2001 gründlich zu überarbeiten.

Daher wurde vereinbart, bis zur Wiederaufnahme der eigentlichen Tarifverhandlungen am 23. Mai 2002 neue Entwürfe für einen Mantel-, einen Entgelt- sowie einen Arbeitszeittarifvertrag zu erstellen. Darüber hinaus ist abzuklären, welche Konzernregelungen in Zukunft für die DB Gastronomie gelten werden.

zum Seitenanfang
zum Inhaltsverzeichnis

Seite weiterempfehlen Seite druckenSeite drucken