Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat die
Wirtschaftskrise den Kombinierten Verkehr noch stärker getroffen als die anderen
Sparten des Güterverkehrs. Nach einem Rückgang von 20 Prozent im Jahr 2009 geht
die Allianz pro Schiene davon aus, dass sich der Kombiverkehr wieder erholt.
„Der Kombinierte Verkehr ist das Segment mit dem größten
Wachstumspotenzial“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk
Flege. Umso unverständlicher sei es, dass die Regierungskoalition im Haushalt
2010 die staatliche Investitionsförderung für Kombiverkehrsterminals auf nur
noch 86 Millionen Euro halbiert habe. „Das Verkehrsministerium und die Regierung
fordern gerne lautstark und sehr zu recht die bessere Verknüpfung der
Verkehrsträger. Doch angesichts solcher Streichorgien wird das zum wohlfeilen
Lippenbekenntnis“, sagte Flege. „Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier extrem
auseinander.“ Die Begründung der Bundesregierung für die Halbierung des
150-Millionen-Fördertopfes wies Flege zurück. „Aus der Tatsache, dass es 2009
beim Mittelabfluss staatlicher Fördergelder Probleme gegeben hat, lässt sich
kein mangelnder Bedarf ableiten. Tatsächlich stehen Anträge mit einem Volumen
von mehreren hundert Millionen Euro in der Warteschleife.“
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