Als ersten gelungenen Testlauf für die geplante neue Gewerkschaft
bezeichnete der stellvertretende GDBA-Bundesvorsitzende Peter Tröge die
Betriebsratswahlen von Anfang Mai. Während der Informationsveranstaltung der
GDBA in Fulda präsentierte Tröge den GDBA-Mitgliedern eine Wahlanalyse, die
darlegt, dass die gemeinsamen Listen von GDBA und Transnet als Sieger aus den
Wahlen im DB-Konzern hervorgingen. Die Kandidaten beider Gewerkschaften gewannen
80 Prozent aller Mandate.
So erhielten zum Beispiel bei der DB AG
Holding die GDBA/Transnet-Kandidaten 200 von 213 Sitzen, das bedeutet eine
Mehrheit von 93,9 Prozent. Noch höher sieht das Teilergebnis bei DB Netz aus.
Hier erreicht der gemeinsame Auftritt der Gewerkschaften 608 von 627 Sitzen (97
Prozent). Im Bereich Station & Service musste ein Minus von zwölf Prozent
hingenommen werden, hier erhielten die GDBA/Transnet-Kandidaten 78 von 96
Sitzen, das bedeutet immer noch 81 Prozent. Auch bei Transport/Logistik sowie
Schenker Rail musste jeweils ein leichtes Minus von drei bzw. zwei Prozent
verzeichnet werden, bei Dienstleistungen (minus sechs Prozent) und
Personenverkehr (minus sieben Prozent) waren ebenfalls Einbußen zu verzeichnen.
Insgesamt jedoch, so Peter Tröge in Fulda, bedeute das Ergebnis der Betriebsratswahlen einen Erfolg für den GDBA/Transnet-Auftritt. Dies sei ein Votum für eine Interessenvertretung aus einem Guss, so Tröge und ein klarer Auftrag für die gewählten Kandidatinnen und Kandidaten. Im Hinblick auf die geplante Verkehrsgewerkschaft erklärte der GDBA-Vize, dass künftig eine noch intensivere Betreuung der Basis und der Kollegen vor Ort möglich werde und damit weiterhin sichergestellt sei, dass die Interessen der Beschäftigten bestmöglich vertreten werden.
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