Bei DB Schenker Rail drohen chaotische Zustände. Anlass sind die
überzogenen Sparvorgaben. Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET wollen
gegensteuern: Nach Auffassung der Gewerkschaften muss der Personalabbau
gestoppt, die Qualität verbessert werden. Deshalb wird es eine außerordentliche
Aufsichtsratssitzung geben.
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die
Gewerkschaft TRANSNET haben auf dramatische Missstände bei der DB-Tochter
Schenker Rail aufmerksam gemacht. So nehme die Kundenzufriedenheit erheblich ab,
weil Leistungen nicht erbracht werden könnten. „Tausende Güterwagen stehen
geparkt in der Landschaft herum und können nicht bewegt und instand gesetzt
werden, weil Material und Personal fehlt“, kritisierten
GDBA-Bundesvorstand Gerfried Scholtz und TRANSNET-Vize Wolfgang Zell. Diese
„katastrophale betriebliche Situation“ müsse beseitigt werden. Die aktuellen
Probleme seien „dem rigiden und nicht nachvollziehbaren Sparkurs des Vorstandes
der DB Schenker Rail geschuldet“. Doch das Vorgehen des Unternehmens gefährde
zunehmend Kundenbeziehungen und damit auch Arbeitsplätze. Noch immer beharre das
Management auf dem Abbau von 3900 Stellen. „Das rächt sich jetzt, denn die
Beschäftigten verlassen das Unternehmen inzwischen von selbst und flüchten in
andere Teile des DB-Konzerns“, erklärten Scholtz und Zell. Es müsse dringend
verhindert werden, dass „DB Schenker Rail personell ausblutet“. Das Ziel müsse
deshalb „wachsen und nicht schrumpfen“ lauten.
Aus diesem Grunde werde es eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung bei der Konzern-Tochter geben. „Es muss dringend kurzfristig gehandelt werden, und zwar vernünftig“, forderten der GDBA-Vorstand und der TRANSNET-Vize. Diese Sitzung sei für den 1. April geplant, „und mit Sicherheit kein Aprilscherz“.
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