Die Deutsche Bahn hat heute einen Untersuchungsbericht zur Berliner
S-Bahn vorgelegt. Dazu erklären der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und
der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel: Die Gewerkschaft TRANSNET und die
Verkehrsgewerkschaft GDBA begrüßen, dass die DB AG jetzt Konsequenzen aus den
Entwicklungen bei der Berliner S-Bahn zieht. Eine verfehlte Personal- und
Werkstattplanung haben zu Zuständen geführt, die weder den Kunden noch den
Beschäftigten länger zuzumuten sind. Dafür muss jetzt endlich Verantwortung
übernommen werden.
Die jetzt eingeleiteten Schritte können aber
nur der Anfang sein. Wir brauchen eine grundsätzliche Diskussion über die
Ausrichtung des Unternehmens S-Bahn Berlin GmbH. Dabei müssen insbesondere die
Aussagen der Prüfer über die mangelnde Unternehmenskultur berücksichtigt werden.
Ein funktionierender ÖPNV mit einer starken S-Bahn als Rückgrat ist für die
Metropole Berlin lebenswichtig. Auch die Landespolitiker müssen sich fragen
lassen, was ihnen ein kundenorientierter und nachhaltiger ÖPNV wert ist. Die S-Bahner
haben jahrzehntelang bewiesen, dass sie gut funktionierende Verkehre anbieten
können. Missmanagement der Bahn und der Kostendruck durch den Senat haben in die
Krise geführt.
Eine Teilausschreibung der S-Bahn, wie vom Berliner Senat
angedacht, lehnen TRANSNET und GDBA strikt ab. Dies würde im Endeffekt die
Beschäftigten für die verfehlte Politik bestrafen, die das Unternehmen und der
Senat gemeinsam zu verantworten haben. Eine Teilausschreibung würde das System
S-Bahn zerschlagen und die Probleme nicht lösen.
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