Die von der Deutschen Bahn angestrebte Übernahme des britischen
Bahnbetreibers Arriva darf nicht zu Nachteilen auf dem Heimatmarkt Deutschland
führen. Das haben Verkehrsgewerkschaft GDBA und Gewerkschaft TRANSNET
eingefordert. Dies gilt einerseits für Investitionen, die nicht infrage gestellt
werden dürfen. Das Vorhaben darf aber auch nicht zulasten der Arbeitnehmer
gehen: Es darf kein Druck auf die Arbeitsplätze von Arriva- oder DB-Unternehmen
ausgeübt werden.
GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel und der
Vorsitzende der Gewerkschaft TRANSNET, Alexander Kirchner, erinnerten das
Management der DB AG auch daran, dass „im Sommer Tarifverhandlungen stattfinden.
In dieser Runde erwarten die Beschäftigten einen angemessene Beteiligung an der
positiven Entwicklung des Unternehmens.“ Beide verwiesen auf das von TRANSNET
und GDBA beschlossene Forderungspaket im Gesamtvolumen von sechs Prozent. „Wir
werden aber auch unsere Forderungen nach einem Branchen-Tarifvertrag
vorantreiben“, unterstrichen Hommel und Kirchner.
Die Entscheidung, ein
Angebot für Arriva abzugeben, sei insgesamt nachvollziehbar. Die Deutsche Bahn
müsse sich schließlich zunehmend dem Wettbewerb stellen; dies sei auch politisch
so gewollt. „Will sich die Deutsche Bahn im Wettbewerb, der europäisch
stattfindet, behaupten, muss sie auch auf europäischen Märkten aktiv werden“,
machten Hommel und Kirchner deutlich.
Nach der Zustimmung des
Aufsichtsrates kann die DB AG nun Gebote zum Kauf des britischen Bahnbetreibers
Arriva abgeben. Eine Entscheidung über den Kauf ist damit noch nicht gefallen.
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