Nach heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der
Güterverkehr von der Wirtschaftskrise stark getroffen worden, die Verkehrsträger
insgesamt mussten Einbußen in der Verkehrsleistung von 11,7 Prozent gegenüber
dem Jahr 2008 hinnehmen. Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege,
wies darauf hin, dass der Schienengüterverkehr im Vergleich zum inländischen
Lkw-Verkehr prozentual doppelt so hohe Verluste bei den Tonnenkilometern zu
verzeichnen habe.
„Die Lkw-Lobby hat zehn mal so laut geschrien, wir
haben doppelt so hoch verloren“, sagte Flege und rechnete vor, dass die Krise
damit die Verlagerungserfolge der letzten fünf Jahre zunichte gemacht habe. „Der
Lkw-Verkehr hat mit einem Marktanteil von 72 Prozent einen historischen
Höchststand erreicht, die Schiene ist mit gut 16 Prozent auf den Stand von 2004
zurückgeworfen.“
Angesichts dieser Zahlen, so der für Transport und
Logistik zuständige GDBA-Bundesvorstand Gerfried Scholtz, müsse jetzt wirklich
jedem klar sein, wie wichtig der konzernweite Arbeitsmarkt für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei. „Neben den die Konjunktur stützenden
Maßnahmen hat insbesondere der konzernweite Arbeitsmarkt weitaus schlimmere
Krisenfolgen für die Beschäftigten im Schienengüterverkehr der DB verhindert.
Der interne Arbeitsmarkt funktioniert jedoch nicht ohne den Konzernverbund, der
schon im Interesse der im Konzern arbeitenden Menschen erhalten bleiben muss“,
fasst Scholtz die Position der Verkehrsgewerkschaft GDBA zusammen.
Welche Bereiche und welche Mitarbeitergruppen konkret von einer Krise betroffen
seien, wisse man jedoch erst, wenn eine Krise da sei. Deswegen seien
Konzernverbund und konzernweiter Arbeitsmarkt eine unverzichtbare
Existenzsicherung nicht nur für einzelne Beschäftigtengruppen, sondern für alle
Geschäftsbereiche, für die die Beschäftigungssicherung gelte. Forderungen auch
von Gewerkschaften nach einer Konzernzerschlagung weise Bundesvorstand Scholtz
deshalb kategorisch zurück. Jeder Geschäftsbereich könne mal in Not geraten. Für
ihn stehe deshalb fest: Ohne den Konzernverbund hätte es bei DB Schenker Rail
Deutschland im vergangenen Jahr Entlassungen in größerem Umfang gegeben.
Die vollständige Pressemitteilung und weitere Informationen finden Sie unter www.allianz-pro-schiene.de
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