Die Deutsche Bahn will ihr Sicherheitspersonal aufstocken.
Offenkundig sollen 150 zusätzliche Mitarbeiter in diesem Bereich tätig werden.
Zudem will der Konzern Beschäftigte im Servicebereich und in Zügen in
Zusammenarbeit mit der Bundespolizei schulen. "Damit reagiert die Deutsche Bahn
auf unsere Forderungen", erklärten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand
Martin Burkert.
Das Vorgehen sei "ein erster richtiger
Schritt", stellten die beiden Gewerkschafter fest. Allerdings müsse es
dauerhaft" sein. Für die dann eingesetzten Beschäftigten sei eine entsprechende
"dauerhafte Perspektive" nötig.
GDBA und TRANSNET sehen in der Frage der
Sicherheit allerdings nicht nur die Deutsche Bahn in der Pflicht. "Bundes- und
Landespolitik müssen ebenfalls handeln", verlangten die beiden Gewerkschafter.
Der Bund müsse entsprechende Mittel für die Bundespolizei bereit stellen, damit
diese ihren Verpflichtungen im Bahnbereich nachkommen könne. Die Landespolitik
sei gefordert, wenn es um den Regionalverkehr auf der Schiene gehe. "In
Ausschreibungen müssen auch Vorgaben zur Sicherheit gemacht werden,
beispielsweise zur Besetzung der Züge mit Zugbegleitern oder
Sicherheitspersonal", forderten Tröge und Burkert.
Die
Verkehrgewerkschaft GDBA und die TRANSNET verlangen bereits seit geraumer Zeit
verstärkte Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Reisenden. Anlass waren
unter anderem Übergriffe auf das Zugpersonal. Allein im Jahr 2008 waren rund 900
Beschäftigte der Bahnen Opfer von Körperverletzungen. In einer Umfrage im Zuge
ihrer Aktion "sicher unterwegs" hatten die Gewerkschaften festgestellt, dass
allein die Hälfte der Zugbegleiter sich auf der Arbeit nicht ausreichend sicher
fühlt.
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