Der Prozess der Gründung einer Verkehrsgewerkschaft durch
Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET nimmt Fahrt auf. Die Vorstände beider
Gewerkschaften besuchen derzeit auch in Bayern zahlreiche Betriebe. Ziel ist,
eine intensive Mitgliederdiskussion unter dem Motto „Werkstatt Gewerkschaft“ zu
führen. Am Mittwoch (10. Februar) findet eine Mitgliederversammlung in Nürnberg
statt, am Donnerstag (11. Februar) in München.
Spitzengremien von
GDBA und TRANSNET hatten Ende vergangenen Jahres grünes Licht für das Projekt
gegeben. Das Vorhaben soll durch Verschmelzung beider Gewerkschaften umgesetzt
werden. Bundesweit hat dazu eine Reihe intensiver Mitgliederdiskussionen
begonnen, jetzt auch in Bayern. Die Vorstände beider Gewerkschaften besuchen die
Betriebe aus den verschiedenen Bereichen ihres Organisationsgebietes:
„Wir bauen die angestrebte neue Verkehrsgewerkschaft gezielt von unten nach oben
auf“, machten die Vorsitzenden beider Gewerkschaften, Klaus-Dieter Hommel und
Alexander Kirchner deutlich. „Wichtig ist uns, den Mitgliedern nicht ein
fertiges neues Konstrukt vorzusetzen. Jeder kann und soll sich einbringen. Wir
wollen über Probleme diskutieren, die Finger in die Wunde legen.“ Der Prozess
stehe daher unter dem Motto „Werkstatt Gewerkschaft“.
„Wir verbinden damit auch das Signal, dass die Gründung der neuen Verkehrsgewerkschaft eng mit den aktuellen Herausforderungen in unserer Branche verzahnt ist“, so Hommel und Kirchner weiter. Sie nannten in erster Linie den Kampf gegen den Dumpingwettwettbewerb im Schienenpersonen-Nahverkehr. Unter den Ausschreibungen hätten zunehmend die Beschäftigten zu leiden. GDBA und TRANSNET wollen daher einen Branchentarifvertrag aushandeln.
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