Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter
Hommel, hat die Ankündigung der DB AG begrüßt, 300 zusätzliche Techniker
einzusetzen, um den Problemen der Berliner S-Bahn zu Leibe zu rücken. „Diese
Entscheidung hilft den Berlinern sicher mehr, als politische Planspiele, die nur
Verunsicherung schaffen“, machte der GDBA-Chef deutlich.
Hommel
bezog sich dabei auf Drohungen von Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg
Junge-Reyer, die gefordert hatte, Teile des Berliner S-Bahn-Netzes neu
auszuschreiben oder auf die BVG zu übertragen.
„Statt politische
Ränkespiele zu betreiben, sollten die politisch Verantwortlichen lieber einmal
darüber nachdenken, was eine solche Entscheidung für die Mitarbeiter der S-Bahn
Berlin bedeuten würde,“ forderte der GDBA-Chef. In der Regel sei die
Neuausschreibung von Nahverkehrsstrecken mit Arbeitsplatzverlust und einer
Absenkung des Lohnniveaus verbunden. “Unsere Forderung nach einem
Flächentarifvertrag, der dies verhindern könnte, verhallt ungehört, statt dessen
versuche sich die Verkehrssenatorin auf Kosten der Eisenbahner mit
populistischen Forderungen zu profilieren“,
kritisierte Hommel.
Dabei
seien es die Mitarbeiter der Berliner S-Bahn, die seit Monaten den Kopf für
Fehler des Managements hinhalten müssten. Die Eisenbahner seien es, die seit
Monaten bis zur Erschöpfung arbeiteten, um die S-Bahn-Betrieb weiterhin
aufrechterhalten zu können. Und die jetzt, angesichts des Wintereinbruchs, noch
eine Schippe drauflegten, um unausweichliche Beeinträchtigungen auf ein
Mindestmaß zu beschränken.
Der GDBA-Chef rief die DB AG und die Berliner
Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer auf, umgehend sachliche und konstruktive
Gespräche über die Zukunft der Berliner S-Bahn zu führen. „Das Unternehmen sei,
dank seiner Mitarbeiter, jahrzehntelang ein Aushängeschild der Stadt gewesen,
Geht es nach den Mitarbeitern, wird es dies – mit ein wenig Geduld – bald auch
wieder sein“, so Hommel.
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