Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft Transnet fordern von
der Deutschen Bahn einen Ausgleich für die zusätzlichen Belastungen durch das
Winterwetter. „Wieder einmal sind es die Mitarbeiter der Deutschen Bahn gewesen,
die mit großem persönlichen Einsatz dafür gesorgt haben, dass die
Beeinträchtigungen auf ein Minimum beschränkt werden konnten“, sagten die
Vorsitzenden Klaus-Dieter Hommel und Alexander Kirchner. „Wir erwarten, dass die
Unternehmensleitung dieses besondere Engagement anerkennt und den Kolleginnen
und Kollegen einen zusätzlichen Urlaubstag gewährt.“
„Unsere
Kolleginnen und Kollegen im Zugbegleitdienst wurden oft als Blitzableiter
missbraucht, wenn Züge verspätet oder gar nicht fuhren“, machten die
Gewerkschaftsvorsitzenden deutlich. Unter erschwerten Bedingungen hätten auch
die Beschäftigten am Gleis arbeiten müssen. Deren Aufgabe sei es oftmals
gewesen, bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Weichen und Bahnsteige schnee-
und eisfrei zu halten. Auch in der Fahrzeugwartung und Instandhaltung sei durch
die extremen Witterungsbedingungen besonderer Einsatz gefordert, um die Züge am
Laufen zu halten.
Gleichzeitig übten Hommel und Kirchner Kritik an der Bahn-Industrie. „Es ist schon verwunderlich, dass die alten ICE der ersten Baureihe mit Schnee und Eis problemlos zurechtkamen, während die neuesten Modelle so ihre Schwierigkeiten hatten“, stellten die Gewerkschaftsvorsitzenden fest. Defekte Heizungen und nicht schließende Türen hätten in den vergangenen Tagen immer wieder zu Problemen geführt, deren Folgen wiederum die Zugbegleiter auszubaden hatten. Hommel und Kirchner forderten die Bahnindustrie auf, künftig wieder Züge zu bauen, „die auch im Winter und nicht nur bei schönem Wetter fahren.“
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