Umzug der Bahnzentrale nach Hamburg – Interessen der Mitarbeiter beachten!
Der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Bahn AG hat in einem Gespräch am 28.11.2005 die am Wochenende bereits bekannt gewordene Absicht bestätigt, die Zentrale der Bahn unter bestimmten Umständen von Berlin nach Hamburg zu verlegen. Hintergrund ist insbesondere die strategische Ausrichtung des Bahnkonzerns zu einem internationalen Logistikunternehmen. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA fordert, bei sämtlichen strategischen Überlegungen unbedingt auch die berechtigten Interessen der Mitarbeiter zu beachten.
Die beabsichtigte Beteiligung an der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Hamburger Hochbahn AG (HHA) soll die Stellung der Bahn im Verkehrsmarkt weiter stärken.
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA kritisiert, dass die Beschäftigten über mögliche Umzugsabsichten erst durch die Medien informiert wurden. Die Kolleginnen und Kollegen wurden so unnötig verunsichert. Auch hat die in öffentlichen Verlautbarungen dargestellte Beteiligung des Aufsichtsrates vorab nicht stattgefunden.
Die Interessen der von einer Standortverlagerung betroffenen Kolleginnen und Kollegen müssen aus Sicht der Verkehrsgewerkschaft GDBA unbedingt gewahrt werden. Viele von ihnen haben bereits einen Umzug von Frankfurt nach Berlin hinter sich und müssten sich jetzt erneut auf einen gravierenden Standortwechsel einrichten. Gerade deshalb ist der Bahnvorstand verpflichtet, die Belange aller Betroffenen und ihrer Familien in seine Planungen einzubeziehen.
Außerdem erwartet die Verkehrsgewerkschaft GDBA den Nachweis, dass ein möglicher Umzug nach Hamburg betriebswirtschaftlich und strategisch sinnvoll ist. Der Bahnvorstand hat zugesichert, im weiteren Verfahren die Arbeitnehmervertreter und zuständigen Betriebsräte rechtzeitig zu informieren.
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