ETV Tarifrunde 2005: Tarifkommissionen lehnen „1. Angebot“ der Arbeitgeber ab

Einstimmig lehnten die Mitglieder der Tarifkommissionen der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der TRANSNET am 20. April 2005 in Göttingen das in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot des Arbeitgeberverbandes Deutscher Eisenbahnen (AGVDE) für die Arbeitnehmer und Auszubildenden, die unter die Entgelttarifvereinbarungen des Tarifvertrages für die Beschäftigten bei nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) und Kraftverkehrsbetrieben (ETV) fallen, ab.

Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET fordern eine umfassende Besitzstandssicherung, sichere Arbeitsplätze, gleichen Lohn für gleiche Arbeit sowie eine Einkommensverbesserung mindestens zum Ausgleich der Preissteigerungen.

Die Arbeitgeber fordern hingegen eine Personalkostenabsenkung von 3,8 Prozent, die Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden sowie eine 36-monatige Laufzeit. Zuvor hatte der AGVDE bereits zum Ende des vergangenen Jahres das Weihnachtsgeld, die Leistungs- und Treueprämie sowie die vermögenswirksamen Leistungen gekündigt.

Die Mitglieder der Tarifkommissionen sehen dennoch Spielräume, die weitere Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite rechtfertigen. Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET haben deshalb den AGVDE aufgefordert, in der zweiten Maiwoche die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

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