Presseberichte über Netzinstandhaltung: Bahn muss handeln! 

Angesichts neuer Berichte über eine Vernachlässigung der Netz-Instandhaltung warnt der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, den Bahnvorstand davor, entsprechende Hinweise auf die leichte Schulter zu nehmen. „Hinhören und handeln, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Fehlplanungen und deren Folgen berichten“, forderte der Gewerkschafts-Chef eine umgehende Überprüfung der Vorwürfe des Magazins Der Spiegel in seiner jüngsten Ausgabe. 

Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitern habe absoluten Vorrang. Zweifel an einem betriebssicheren Zustand der Schieneninfrastruktur bereits im Vorfeld eines Anteilsverkaufs wären im Übrigen absehbar das Ende jeglicher Börsenträume. Dessen müsse sich die Konzernleitung bewusst sein, erinnerte Hommel an Zusagen Mehdorns, dass ein Gang auf das Parkett in Deutschland eben nicht zu englischen Verhältnissen führen werde. Dieser Nachweis sei laufend zu erbringen. Schon aus diesem Grunde erwarte die Verkehrsgewerkschaft GDBA eine schnelle und nachhaltige Klärung des Sachverhalts durch den Bahnvorstand. Hommel wörtlich: „Öffentlich verlautbaren zu lassen, dass die Sicherheit der Kunden und des Betriebs absolute Priorität hätten, reicht hierbei nicht aus. Vielmehr ist durch die Konzernleitung, und zwar umgehend, ein glaubwürdiger Beweis für die vom Vorstand ohne jede Einschränkung zu erwartende Sorgfalt bei der Netzbewirtschaftung zu erbringen.“ Sollte sich der presseseitig geäußerte Verdacht einer bewusst in Kauf genommenen Vernachlässigung von Sicherheitsaspekten bewahrheiten, werde die Verkehrsgewerkschaft GDBA daraus entsprechende Konsequenzen ziehen.

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