Verkehrsgewerkschaft GDBA unterstützt rumänische Eisenbahner

Der seit zwei Wochen andauernde Streik der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Rumänien ist in eine neue Phase getreten. Nachdem seit dem 8. Juni 2005 bereits drei der sechs rumänischen Eisenbahnergewerkschaften im Ausstand sind, haben sich nun die Arbeiter des Netzbetreibers den Aktionen angeschlossen. Der Zugverkehr wird nur noch mit einem Drittel der Züge aufrechterhalten.

Wieder – wie schon zu Beginn des Arbeitskampfes – versuchen die rumänische Regierung und die Bahngesellschaft gerichtlich gegen die Streikenden vorzugehen.

Die Eisenbahner fordern eine Anpassung ihrer Monatslöhne an die Mindestlöhne der Wirtschaft, verbesserte Arbeitsbedingungen (etwa bei den Unterkünften für Übernachtungen sowie fließendes Wasser am Arbeitsplatz) und zusätzliche Essensgutscheine.

Die Regierung gibt den Gewerkschaften die Schuld am Rückgang der Marktanteile der Schiene und droht mit einer Neuverteilung der Fracht- und Passagieranteile auf andere Transportmittel.

Außerdem, so die Arbeitgeber, würde die Erfüllung der Lohnforderungen zu einer sofortigen Erhöhung der Fahrpreise führen. Mit diesen Argumenten werden die Eisenbahner unfair unter Druck gesetzt. Statt in Gespräche einzutreten, unternahm der Arbeitgeber bislang nur juristische Schritte.

Die Europäische Transportarbeiter-Föderation, der auch die Verkehrsgewerkschaft GDBA angehört, setzt sich für die rumänischen Kolleginnen und Kollegen ein und unterstützt ihre Bemühungen um die Anerkennung ihrer sozialen Rechte.
Seite weiterempfehlen Seite druckenSeite drucken