Betriebsversammlung DERG: Warnung vor Verkauf bekräftigt - Vertreter des DB Konzerns glänzten durch Abwesenheit
Das über die Betriebsversammlung der Deutschen Eisenbahnreklame (DERG) gestellte Motto „Die Bahn liebt rot – Gewinne(r) werden verkauft“ griff der stv. Vorsitzende des Bezirks Frankfurt der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Erhart Theuermeister, in seinem Grußwort auf und warnte die DB AG davor, mit Blick auf die „schnelle Mark“ die Portokasse zu füllen, dafür aber ein profitables und zukunftsträchtiges Unternehmen zu verscherbeln.
Auch der bei einem Verkauf entstehende Verlust des Einflusses der DB AG auf das Werbegeschehen auf Bahnhöfen und in den Zügen wurde auf der Betriebsversammlung, an der am 18. März 2005 in Kassel fast die komplette Belegschaft der DERG teilgenommen hat, als kritisch bewertet. Konkurrierend kann dann zum Beispiel ein Billigflieger direkt neben einem ICE oder selbst in einem ICE für seine Angebote werben.
Da trotz Einladung kein Vertreter des DB Konzerns zur Betriebsversammlung erschien, ist die Situation des Unternehmens sowie der bundesweit rund 270 Beschäftigten nach wie vor völlig ungeklärt. Daher müssen nun die Fakten auf den Tisch. In einem für den 29. März in Berlin terminierten Gespräch wollen Konzernvertreter auf Druck der Gewerkschaften nunmehr nähere Information zum geplanten Verkauf an Betriebsrat und Gewerkschaften geben.
Sollte es zu einem Verkauf des Unternehmens kommen, müssen die tariflichen Ansprüche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bleiben. Darüber hinaus muss es eine Rückkehroption in den DB Konzern geben, falls der Käufer betriebsbedingte Kündigungen durchsetzen will.
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