Bund hat keine Bedenken gegen Verkauf von Scandlines 

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hat erklärt, dass der Bund als Miteigentümer keine Bedenken gegen den Verkauf der deutsch-dänischen Reederei Scandlines hat. Mit den Dänen sei vereinbart, das Unternehmen in einem „gemeinsamen Verfahren“ zu veräußern, hieß es. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat diese Vorgehensweise scharf kritisiert.  

„Für uns hat nun die Sicherung der Arbeitsplätze absolute Priorität“, erklärte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Zugleich machte er deutlich: „Die Verkehrsgewerkschaft GDBA wird sich beim BEV mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch in Zukunft bereits bestehenden Dienstleistungsüberlassungsverträge Bestand haben, damit die betroffenen Kolleginnen und Kollegen keine Nachteile erleiden“. 

In diesem Zusammenhang drängt die GDBA darauf, die Standorte Puttgarden, Sassnitz, Warnemünde und Rostock auf Dauer zu erhalten. Dies sei auch im Sinne des Bundes, der bereits signalisiert habe, eine entsprechende Erklärung mit dem dänischen Transportminister als Miteigentümer unterzeichnen zu wollen. Scandlines ist zur Hälfte im Besitz der DB AG, die anderen 50 Prozent gehören dem Staat Dänemark. 

„Wenn die DB AG es mit einer durchgängigen Transport- und Logistikkette ernst meint, ist die jetzt getroffene Entscheidung genau die falsche“, stellte der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA fest. „Hier wird erneut ein Unternehmen verkauft, das durchaus profitabel ist und gute Wachstumschancen hat“. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hatte sich in der Vergangenheit immer wieder dagegen ausgesprochen, Scandlines zu veräußern.

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