Busverkehr Rhein-Neckar: Zerreißprobe droht – noch kein Tarifabschluss
Bei den Tarifverhandlungen beim Busverkehr Rhein-Neckar (BRN) droht eine Eskalation. Die Arbeitgeber fordern in der Gesamtsumme Einkommenskürzungen in Höhe von mindestens einem Monatsentgelt. Für Neueinstellungen soll auch das noch nicht ausreichend sein; da werden rechnerisch etwa minus 11 Prozent gefordert.
Im Einzelnen will die Arbeitgeberseite die 40-Stunden-Woche auf Dauer einführen, ab 2006 einen Urlaubstag streichen und die 41-Stunden-Woche befristet für die Dauer der Sanierungsphase einführen. Im Gegenzug wird den Beschäftigten, die sich am 30. Juni 2005 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befunden haben, eine Beschäftigungssicherung bis zum 31. Dezember 2010 angeboten.
Darüber hinaus soll es keinerlei Erhöhungen der tariflichen Vergütungen bis zum 30. Juni 2007 geben und eine Mitarbeiterbeteiligung einführt werden. In Hessen und Rheinland-Pfalz ist schließlich geplant, das tarifliche Niveau für Neueinstellungen deutlich abzusenken.
Die für den 22. September 2005 geplante weitere Verhandlungsrunde wurde zwischenzeitlich seitens der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) abgesagt.
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