Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Protest gegen Verweigerungshaltung der Länder

Mehr als 5000 Arbeiter und Angestellte sind am Donnerstag, dem 19. Mai 2005, in Düsseldorf auf die Straße gegangen, um gegen drohende Arbeitszeitverlängerung und Stellenkürzungen zu demonstrieren. Die Protestdelegation der Verkehrsgewerkschaft GDBA wurde vom Bundesvorsitzenden Klaus-Dieter Hommel angeführt.

Auch Mitglieder der Verkehrs-
gewerkschaft GDBA erklärten sich
mit dem Anliegen der dbb tarifunion
solidarisch und nahmen an der
Demonstration teil.

Frank Stöhr (dbb tarifunion) und
Frank Bsirske (ver.di) führten
den Protestzug an.

Nach wie vor weigern sich die Länder den Tarifabschluss des Bundes zu übernehmen. Statt dessen wird damit gedroht Stellen zu streichen und Löhne zu kürzen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen wegfallen. Das, so GDBA-Chef Hommel, ist nicht nur unvernünftig sondern auch unsozial.

Die Gewerkschaften hatten den Ländern angeboten, den mit Bund und Kommunen am 9. Februar 2005 vereinbarten Abschluss einer umfassenden Tarifreform im öffentlichen Dienst zu übernehmen. Nachdem die Länder dies ablehnten, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die eindrucksvolle Demonstration in Düsseldorf soll nun wieder Bewegung in die Verhandlungen bringen.

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