DB Konzern: Azubi-Einstellungen – Studienplätze - Chance plus 2005

Im Rahmen eines Spitzengespräches zwischen den Sozialpartnern wurden für das Ausbildungsjahr 2005 nach intensiven Diskussionen zusätzliche Ausbildungsaktivitäten beschlossen. Konkret bedeutet dies, 2.176 Ausbildungsplätze in der Berufsausbildung, 137 Studienplätze an der Berufsakademie und 385 Praktikumsplätze für bedingt ausbildungsfähige Jugendliche im Programm „Chance plus – praxisorientierte Berufsvorbereitung mit Zukunft”. Damit bietet der DB Konzern in diesem Jahr 2.698 Jugendlichen die Möglichkeit für einen beruflichen Einstieg.

Aufgrund der gemeinsamen Vereinbarung werden in diesem Jahr die Aktivitäten insbesondere für das Praktikantenprogramm Chance plus intensiviert. 385 Praktikantenplätze werden im Konzern angeboten. Diese starten bundesweit am 1. Oktober bzw. am 1. November 2005. Zurzeit befinden sich die Qualifizierungsschwerpunkte und die bundesweit mehr als 20 Standorte in der Abstimmung. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass Chance plus einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Ausbildungsreife leistet. Diese Einschätzung wird auch vom DIHK und der Agentur für Arbeit geteilt. Für bedingt ausbildungsfähige Jugendliche legt die Bahn mit diesem Programm die Grundlage für eine erfolgreiche Berufsausbildung oder für den beruflichen Direkteinstieg im DB Konzern oder bei einem anderen Unternehmen gelegt.

Der Aufbau von Chance plus 2005/2006 wird mit den bewährten Elementen aus dem bisherigen Programm fortgesetzt: Während des gesamten Praktikums erfolgt ein kontinuierlicher Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Die theoretische Qualifizierung nimmt dabei 50 Prozent der Ausbildungszeit ein. Neben der Stärkung der allgemeinen Grundlagenausbildung bildet die Vermittlung von allgemeinen beruflichen Ausbildungsinhalten, die sich an den IHK Einstiegsqualifizierungen anlehnen, den Qualifizierungsschwerpunkt.

In den Praxiseinsätzen werden die Praktikanten durch erfahrene Ausbilder angeleitet und betreut. Der Einsatz in den Praxisfeldern erfolgt nach Neigung und Eignung der Jugendlichen. Dabei sind die Praktika an mögliche spätere Ausbildungsberufe angelehnt und bereiten grundsätzlich auf eine Berufsausbildung vor.

Für die Laufzeit des Praktikantenprogramms ist eine kontinuierliche sozialpädagogische Betreuung sichergestellt, die sich während der Theorie- und Praxisphasen um die Jugendlichen und ihre spezifischen Probleme kümmert.

Durch regelmäßige Lernerfolgskontrollen wird sichergestellt, dass die Jugendlichen gezielt in ihrer Ausbildungsreife gefördert werden. Zusätzlich ist eine Zwischenprüfung mit Zeugnisvergabe vorgesehen, um den individuellen Lernerfolg zu vermitteln. Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Jugendlichen ein Zeugnis der Deutsche Bahn AG und ein IHK-Zertifikat über den gewählten Qualifizierungsschwerpunkt.

Mit Chance plus 2004/2005 konnte für über 70 Prozent der Praktikanten der Übergang in eine Berufsausbildung bzw. in eine direkte Beschäftigung im DB Konzern oder bei einem der externen Unternehmen erreicht werden. Diese positive Bilanz erhoffen sich die Sozialpartner auch für das neue Programm. Dabei ist das wichtigste Ziel, den Übergang in eine Berufsausbildung zu erreichen. Für Praktikanten, die am Ende des Projekts noch nicht die erforderliche Ausbildungsreife erreicht haben und einen direkten Berufseinstieg wählen, werden Optionen für einen spätere berufbegleitenden Ausbildungsabschluss gefördert.

Die Sozialpartner sehen in diesem zusätzlichen Engagement auch ihre gesellschaftspolitische Verantwortung im Rahmen des Ausbildungspakts der deutschen Wirtschaft und bekräftigen, dass die Ausbildung die wichtigste Säule zur Gewinnung von kompetentem Fachkräftenachwuchs ist. Mit dieser Investition in die Zukunft junger Menschen wird eine dauerhafte Beschäftigungs- und konzernweite Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter gefördert.

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