Aufsichtsrat DB AG: Organisationsreform begrüßt
Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat die Organisationsreform der Deutschen Bahn, die auf der Sitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch, dem 16. März 2005, abgesegnet worden ist, begrüßt. Künftig werden die operativen Geschäftsfelder in drei Vorstandsbereichen “Personenverkehr“, „Transport und Logistik“ sowie dem neuen Ressort „Infrastruktur und Dienstleistungen“ zusammengefasst.
„Es ist sinnvoll, Entscheidungswege abzukürzen und Kompetenzen zu bündeln“, erklärte GDBA-Chef Hommel. Der Kunde werde von dieser Reform profitieren. Die DB AG könne jetzt schneller agieren und reagieren. Auch die Interessenvertretung der Beschäftigten sei gesichert. Die Mitbestimmung wird nicht untergraben sondern bleibt gewahrt.
Zudem, so Hommel, sei die Organisationsreform auch für die Entwicklung des Gesamtkonzerns wichtig. Die DB AG in ihrer Gesamtheit als Mobilitätsdienstleister rücke nun noch stärker in den Mittelpunkt. Dies werde positive Auswirkungen auf den Güter- und Personenverkehr haben. „Eigenmittel können nun noch effektiver eingesetzt werden.“
Nach Auffassung der Vorsitzenden von Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET müssen nun politische Bedenken gegen das neue Modell ausgeräumt werden. Sie zeigten zugleich Verständnis für offenkundige Zweifel aus Reihen der Politik. Gefordert sei eine offene und ehrliche Kommunikation. „Es muss klar sein, dass diese Reform keine gesetzlichen Regelungen angreifen oder ihnen vorgreifen darf,“ machten Klaus-Dieter Hommel und Norbert Hansen in Berlin deutlich. Es sei beispielsweise ein „legitimer Anspruch“ des Eigentümers, zunächst das zweite Gutachten in der Frage Netz und Betrieb abzuwarten.
Allerdings unterstrichen die beiden Gewerkschaftsvorsitzenden, dass es „nicht zu einer Zerschlagung der Deutschen Bahn kommen darf.“ Die neue Struktur der DB dürfe zudem nicht dazu führen, „dass wieder taktische Spielchen politischer Kreise beginnen, um eine Trennung von Netz und Betrieb vorzubereiten.“
Position der Verkehrsgewerkschaft GDBA zum Thema „Netz und Betrieb“
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