Beamte gehen seltener in vorzeitigen Ruhestand
Immer weniger Beamte gehen vorzeitig in den Ruhestand. Vor allem Bundesbeamte arbeiten wieder länger. Dies geht aus einem Bericht des Bundesinnenministeriums (BMI) zur «Eindämmung von Frühpensionierungen und Begrenzung der Altersteilzeit in der Bundesverwaltung» hervor. Demnach geht die Zahl der Frühpensionierungen seit drei Jahren kontinuierlich zurück.
Wie die Zeitung «DIE WELT» am 16.2.2005 berichtet, betrug im Jahr 2000 der Anteil der vorzeitigen Versetzungen in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit an der Gesamtzahl der Versetzungen in den Ruhestand noch insgesamt 49 Prozent (beim Bund 26, bei den Ländern 51 und bei den Gemeinden 60 Prozent).
Zwei Jahre darauf (2002) war dieser Anteil bereits auf 30,4 Prozent (Bund 13, Länder 33, Gemeinden 34 Prozent) gesunken. Und im Jahr 2003, auf dessen Daten der Bericht gründet, ging der Anteil abermals zurück, beim Bund auf 9,1 Prozent - den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen vor 25 Jahren -, bei den Ländern auf 26,8 und bei den Gemeinden auf 33,7 Prozent.
Der Gesamtanteil der Frühpensionierten an den Ruhestandsgängern hat sich dem BMI-Bericht zufolge somit auf 25 Prozent verringert. Insgesamt kam es sowohl im Bundes- wie im Landesbereich zu einem längeren Verbleiben im Dienst. So erfolgten im Berichtsjahr 2003 rund 47 Prozent der Pensionierungen mit Erreichen der Regelaltersgrenze von 65 Jahren, während dieser Anteil im Jahr 1997, als es noch keine Versorgungsabschläge und auch keine Altersteilzeit gab, noch lediglich sechs Prozent betragen hatte.
Was die Fragen der Altersteilzeit betrifft, so wird in dem Bericht darauf hingewiesen, dass in den nächsten Jahren für den überwiegenden Teil derer, die diese Regelung nutzen, die Freistellungsphase beginnt. Dadurch werde der Bedarf an Neubesetzungen steigen, was zu Belastungen im Haushalt führen könne. Damit steht fest: Auf Grund der demographischen Entwicklung wird sich der öffentliche Dienst zunehmend auf die bessere und längere Einbeziehung älterer Bediensteter einstellen müssen.
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