Das Recht auf klare Perspektiven
Die offensichtlich für September 2005 geplante Bundestagswahl ist die Überraschung der vergangenen Wochen. Wer sich auf ein politisches Sommerloch eingestellt hatte, wird nun das Gegenteil erleben. Gleich, nachdem die Ergebnisse der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen feststanden, begann der Wahlkampf.
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat den Auftrag, sich für die Interessen ihrer Mitglieder einzusetzen und wird sich insofern zu Wort melden. „Damit verletzen wir keinesfalls das Prinzip parteipolitischer Unabhängigkeit, sondern erfüllen die Pflicht, uns mit voller Kraft für die Interessen der Mitglieder einzusetzen,“ so der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA Klaus-Dieter Hommel in der neuesten Ausgabe des GDBA-magazins, die in wenigen Tagen erscheinen wird.
Mit so genannten Wahlprüfsteinen wird die Verkehrsgewerkschaft GDBA eine Orientierungsmöglichkeit innerhalb der unterschiedlichen Wahlprogramme schaffen. Die Antworten der Parteien darauf sollen unvoreingenommen geprüft und die verschiedenen Positionen bewertet werden – immer im Hinblick auf die Interessen unserer Mitglieder.
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA wird dann sehr deutlich sagen, wer für die Beschäftigten im Verkehrswesen und im Bahnkonzern die besten Perspektiven bietet.
Schon heute rufen wir unsere Betriebs- und Personalräte, ebenso wie unsere Amtsinhaber auf, sich vor Ort intensiv an der Diskussion mit Politikern der verschiedenen Wahlkreise zu beteiligen. Diese müssen ganz klar Position beziehen.
Klar sollte sein: Wer nicht bereit ist, eine Verkehrspolitik pro Schiene mitzutragen, sollte nicht mit den Stimmen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner rechnen dürfen.
Klar dürfte auch sein: Wer sich für eine Zerschlagung des Konzerns einsetzt, gefährdet nicht nur die Schaffung eines leistungsfähigen europäischen Mobilitätskonzerns. Er schwächt damit das System Schiene. Und: Er gefährdet Arbeitsplätze und damit die Existenz von Tausenden Eisenbahnerfamilien.
Der Bundesvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA hat in seiner jüngsten Sitzung in Fulda seine Position für die Erhaltung des Bahnkonzerns noch einmal unmissverständlich deutlich gemacht. Dies ist die Grundlage für weitere Aktivitäten. Die Politik sollte die Stimmung der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner vor diesem Hintergrund sehr ernst nehmen.
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