Wir sprechen über Mobbing - Sie auch?

Wir können es uns nicht leisten, das Problem zu verkennen, weil tagtäglich Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz durch Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen schikaniert werden. Sie leiden, erkranken und müssen ihre Arbeit aus seelischen und körperlichen Gründen vorzeitig aufgeben. Das ist unmenschlich. Schreiben Sie uns eine E-Mail: mobbing@gdba.de hilft und berät betroffenen Mitgliedern der Verkehrsgewerkschaft GDBA.

Mobben bedeutet, eine Arbeitskollegin oder einen Arbeitskollegen nachhaltig zu schikanieren, zu tyrannisieren, zu bedrängen. Zuschriften zeigen, dass Mobbing auch im Bahnkonzern zu Problemen führt. „Die Auflösungen und Veränderungen des Aufbaus und der Struktur der Bahnen, das Inaussichtstellen erheblichen Arbeitsplatzabbaus, willkürliche plötzliche Umsetzungen und das totale Fehlen jeglicher Kommunikation führten in zunehmenden Maße zu Verunsicherung und Angst vor ungewisser beruflicher Zukunft und sozialem Abstieg. Damit wurde ein enormer psychischer Druck aufgebaut mit erheblichen negativen Folgen auch für das Unternehmen“ schrieb uns ein Kollege, der auch die angewendeten Methoden schildert: „Der Zielperson des Mobbings werden Arbeiten aus fremden Fachgebieten zugewiesen, ohne eine notwendige Einarbeitung zu veranlassen. Ein Hinweis auf die Notwendigkeit wird als Schwerfälligkeit oder Mangel an Einsatzbereitschaft gerügt. In Sachgesprächen wird besonders von „Neumanagern“ das vor der Privatisierung Geleistete als geringwertig verächtlich gemacht und damit auch die „Zielperson“ des Mobbings diffamiert. Hinzu kommt eine Politik kleiner Nadelstiche. Krankmeldungen werden moniert, Konsequenzen bei Wiederholung werden angedroht, Urlaub und Sonderurlaub werden nicht gewährt, durch zynisches Reden und Verhalten wird Geringschätzung demonstriert, der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter wird deutlich gemacht, dass man ihn nicht mehr braucht, dass er „abgeschafft werden muss“.

Mobbing ist ein nachhaltig bestehendes Problem, deshalb muss es auch nachhaltig bekämpft werden. Grundlegend wichtig ist das Schaffen von Offenheit und Klarheit in der Kommunikation auf allen Ebenen, wobei auch das Thema Mobbing keine „heilige Kuh“ sein darf. In den Köpfen mancher Vorgesetzter und auch vieler Kollegen und Kolleginnen muss ein Umdenken herbeigeführt werden. Die Betriebsvereinbarung „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“ muss mit Leben erfüllt werden.

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