Verkehrsgewerkschaft GDBA warnt vor Angriffen auf die Mitbestimmung

Die Versuche interessierter Kreise, die aktuellen Vorgänge bei VW dafür zu nutzen, erneut gegen die Mitbestimmung in Deutschland zu polemisieren, sind durchsichtig und schaden dem sozialen Frieden.

Ohne Frage müssen die Vorwürfe gegen alle Beteiligten bei VW lückenlos aufgeklärt werden. Gerade die Beschäftigten haben ein Anrecht, die Wahrheit zu erfahren. Verfehlungen müssen entsprechend geahndet werden.

Erneut fordern Politiker der FDP und führende Funktionäre von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden in schon bekannter Eintracht ein Ende der paritätischen Mitbestimmung.

„Mit solchen Forderungen wird ein wesentlicher Standortvorteil leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“ kritisiert der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel. „Eine solche Politik ist kurzsichtig und schadet letztlich der Wirtschaft selbst“.

Viele tausend Betriebs- und Personalräte leisten in Betrieben und Verwaltungen im Interesse der Beschäftigten eine hervorragende Arbeit und werden durch solche Angriffe aus Politik und Wirtschaft ungerechtfertigt angegriffen. Gleiches gilt für Vertreter der Arbeitnehmer und Gewerkschaften in Aufsichtsräten.

Siehe auch:

Protest in Berlin: Mehr als 4.000 zeigen der „gelben Politik“ die „rote Karte“ (06.06.2005)
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