Bahn-Azubi gegen Hass und Gewalt: Abschlussveranstaltung 2005 in der Messe Hannover

Über 200 Bahn-Azubi sind am 7. Juni 2005 nach Hannover in den Convention Center Messehalle 15 gekommen, um im Rahmen des 10. Deutschen Präventionstages die Prämierung des Wettbewerbs „Bahn-Azubi gegen Hass und Gewalt“ 2004/2005 live zu erleben. Die Auszubildenden hatten seit September 2004 insgesamt 40 von der Jury bewertete Projekte bzw. Projektideen entwickelt. Eine mit Fachleuten besetzte Jury hatte die besten Beiträge mit gestifteten Preisen prämiert.
 


v.l.n.r.: Anja Drelmann (Bundesjugend-
leiterin der gdba-jugend), Margret Suckale (Personalvorstand und Arbeitsdirektorin der Deutschen Bahn AG) und Peter Tröge (stellvertretender Bundesvorsitzender der Verkehrsgewerkschaft GDBA)

In dem Grußwort der neu berufenen Personalchefin der Bahn, Margret Suckale, und den Statements des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Peter Tröge sowie des TRANSNET-Vorstandsmitgliedes, Alexander Kirchner, wurden noch einmal die Ziele des Wettbewerbs unterstrichen:

Die Bahn will zusammen mit ihren Azubi deutlich machen, dass die abgeschlossene Konzernbetriebsvereinbarung gegen Fremdenfeindlichkeit und antidemokratische Tendenzen im Bahnkonzern nicht nur auf dem Papier steht. Sie ist gerade auch für Jugendliche interessant und attraktiv, die sie sich mit Zivilcourage für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben und -arbeiten einsetzen wollen.

Der im Jahr 2000 ins Leben gerufene Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“, der nun zum fünften Mal durchgeführt wurde, integriert die Auseinandersetzung mit den Themen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und

Diskriminierung in die berufliche Ausbildung bei der Bahn. Seit Beginn der Wettbewerbe im Jahr 2000 haben sich seither insgesamt über 6000 Bahn-Azubi im ersten Lehrjahr mit über 450 Projekten beteiligt.

Schirmherren des Wettbewerbs 2004/2005 sind von Seiten der DB AG Personalvorstand Margret Suckale sowie die Gewerkschaftsvorsitzenden der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, und der TRANSNET, Norbert Hansen. Weitere Kooperationspartner sind die Aktion „Gesicht zeigen. Aktion weltoffenes Deutschland“ und das „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“.

Nach der Einführungsrunde stieg die Spannung bei allen Anwesenden. Der Preisverleihung wurde entgegengefiebert. Insgesamt zehn Preise sowie ein Sonderpreis wurden vergeben.

Gewinner des Wettbewerbs waren mit dem Gruppennamen „Teamwork“ zehn Azubi des Ausbesserungswerks Rostock. Diese haben einen historischen Güterwagen als Ausstellungsstück für die Gedenkstätte des ehemaligen Nazi-Konzentrationslagers Ravensbrück aufgearbeitet. Die Azubi wollen mit ihrem Wettbewerbsbeitrag an die Verfolgung und Deportationen von Juden, politischen Gegnern und anderen Gruppen in die Vernichtungslager zur der Zeit der faschistischen Diktatur in Deutschland von 1933 bis 1945 erinnern, an denen die Bahn in ihrer Funktion als wichtiges Transportmittel unrühmlichen Anteil hatte.

Erstmalig nahmen auch acht Azubi der DEVK-Versicherungen aus Köln, als betriebliche Sozialeinrichtung der Bahn, an dem diesjährigen Wettbewerb teil. Auf Anhieb schafften sie mit ihrem Beitrag den zweiten Platz. Unter dem Motto „Frieden verschicken“ haben die Azubi mit dem Teamnamen „Die Engel von Köln“ in Zusammenarbeit mit einer Gesamtschule einen Malwettbewerb entwickelt, eine Briefmarke gestaltet, Lineal und Puzzle entworfen und einen Aufkleber für Briefe und Postkarten gedruckt.

Sechs Azubi der Ausbildungswerkstatt Dortmund belegten den dritten Platz mit ihrem Projekt „Missachtung ist der erste Schritt“. Sie gestalteten einen Videofilm sowie eine Homepage zu diesem Thema.

Für die Verkehrsgewerkschaft GDBA sowie die gdba-jugend, die auch den diesjährigen Wettbewerb während der

gesamten Laufzeit begleiteten, überreichte der stellvertretende Bundesvorsitzende Peter Tröge die von der Verkehrsgewerkschaft GDBA gestifteten Preise. Die gdba-jugend war mit der Bundesjugendleiterin Anja Drelmann sowie dem stellvertretenden Bundesjugendleiter Christian Miksch ebenfalls vor Ort vertreten.

Für die Gestaltung einer Werbelok erhielten11 Azubi von „Tony´s TEAM“ aus Frankfurt für den 4. Platz elf mp3-Player, gestiftet von der Verkehrsgewerkschaft GDBA, sowie von der Bahn BKK einen Wochenendaufenthalt in einem Ferienpark. Die Werbelok soll mit Hilfe des Sponsors Firma Rocco ab Herbst 2005 sowohl als Modellbahn erhältlich als auch in Form einer realen Lok auf dem deutschen Schienennetz unterwegs sein.


Peter Tröge (links) und Anja Drelmann
(2. von links) überreichen die MP3-Player
an Tony´s TEAM ais Frankfurt.

   

Peter Tröge (rechts im Bild) überreicht den
Sonderpreis (MP3-Player) an die KfB 2004
 Ffm/Team: DB A(zubi) G(egen) M(obbing).

Den Sonderpreis für Ihr Projekt “Mobbing und Hass in der Gesellschaft“ erhielten sechs Azubi aus Frankfurt/Main mit dem Teamnamen „DB A(zubis) G(egen) M(obbing). Sie führten einen Workshop in einer Schule durch, drehten ein Video, gestalteten eine Projektmappe und entwarfen ein Puzzle. Sie erhielten, ebenfalls durch die Verkehrsgewerkschaft GDBA gestiftet und von Peter Tröge überreicht, sechs mp3-Player.

Weitere Preissponsoren waren die deutsche Bahn AG, TRANSNET, Stiftung BSW, DEVK, Sparda Banken und VDES.

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