Statistisches Bundesamt: Weniger Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Wie das Statistische Bundesamt am 7. April 2005 in Wiesbaden mitteilte, waren nach vorläufigen Ergebnissen der Personalstandstatistik am 30. Juni 2004 rund 4 Millionen Personen bei Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden beschäftigt. Das waren rund 78.000 Personen (oder 1,9 Prozent) weniger als im Jahre 2003.
Beim Bund stieg die Zahl der Beschäftigten (ohne Grundwehrdienstleistende) insgesamt leicht um 0,3 Prozent. Ursache hierfür ist unter anderem, dass die Zollverwaltung seit dem 1. Januar 2004 die Zuständigkeit für die Bekämpfung der Schwarzarbeit von der rechtlich selbstständigen Bundesagentur für Arbeit übernommen hat und in diesem Zusammenhang Mitarbeiter verlagert wurden, unter anderem auch zugewiesene Beamte aus dem DB Konzern. Beim Bundeseisenbahnvermögen (BEV) sank dagegen die Beschäftigtenzahl auf rund 55.000 (minus 5,0 Prozent).
Bei den Ländern arbeiteten Mitte 2004 rund 2,12 Millionen Beschäftigte - 34.000 weniger als im Vorjahr (minus 1,6 Prozent). Vor allem bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden wurde jedoch Personal reduziert. Hier sank die Zahl der Beschäftigten um 45.000 (das sind 3,2 Prozent) auf 1,37 Millionen. Als Ursache dieser Entwicklung führt das Statistische Bundesamt unter anderem die Ausgliederung oder Privatisierung von Einrichtungen, insbesondere Krankenhäusern, an, die dann nicht mehr zum unmittelbaren öffentlichen Dienst zählen. So gehörten 2004 bei Ländern und Gemeinden etwa 272.000 Krankenhausbeschäftigte zum öffentlichen Dienst, 39.000 weniger als im Jahr zuvor.
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im unmittelbaren öffentlichen Dienst sank um 2,4 Prozent auf 2,9 Millionen. Erstmals seit Mitte der 90er Jahre ging auch die Zahl der Teilzeitkräfte leicht zurück - um 0,7 Prozent auf 1,1 Millionen. Ursache hierfür ist, dass durch die Privatisierungen auch Teilzeitarbeitsplätze ausgelagert wurden.
Bei den Zweckverbänden sank die Beschäftigtenzahl auf 69.000 Mitarbeiter.
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