Heesen plädiert für "partielle Kapitaldeckung" bei Pensionsvorsorge

Die Zukunft in der Pensionsvorsorge für Beamte liegt nach Auffassung von dbb Chef Peter Heesen im weiteren Aufbau von Kapitalfonds. "Das Schlüsselwort zur Lösung dieses Problems heißt 'partielle Kapitaldeckung'", sagte der Bundesvorsitzende von dbb beamtenbund und tarifunion in einem Interview mit der "Osnabrücker Sonntagszeitung" (Ausgabe vom 2. Oktober 2005).

Daneben gebe es "flankierende Maßnahmen", die die Probleme lindern könnten, fügte Heesen hinzu. "Dazu zählt etwa die Möglichkeit der freiwilligen Verlängerung der Lebensarbeitszeit, was über Anreizsysteme - gerade bei der Versorgung selbst - zusätzlich Luft schaffen wird." Auch die Einführung eines Mitnahmeanspruchs von Versorgungsansprüchen bei Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis werde nach seiner Einschätzung "zu einer deutlichen Entspannung führen, weil die teuren Nachversicherungspflichten für den Staat entfallen." Heesen kündigte an: "Wir werden auch die neue Bundesregierung drängen, hier mit uns zügig voranzugehen."

Laut Vorausberechnungen des jüngsten Versorgungsberichtes der Bundesregierung werden sich die Versorgungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden im Jahr 2015 auf rund 37,2 Milliarden Euro, im Jahr 2025 auf rund 50,3 Milliarden Euro belaufen. "Das sind keine Horrorsummen, sondern die erarbeiteten Pensionsansprüche der Beamtinnen und Beamten", betonte der dbb Chef. Zudem weise der Bericht auch aus, dass sich die Versorgungsausgaben wegen der bereits seit 1990 erfolgten und "durchweg schmerzlichen Einschnitte" bei den Pensionen langfristig schon deutlich reduzieren.

 

Seite weiterempfehlen Seite druckenSeite drucken