Europäischer Aktionstag der Bahnbeschäftigten

Die Europäische Transportarbeiter-Förderation ruft am Montag, dem 5. Dezember 2005, zu einem „Europäischen Aktionstag der Bahnbeschäftigten“ auf. In zahlreichen Ländern wird an diesem Tag gegen die weitere Liberalisierung des Eisenbahn-Personenverkehrs protestiert. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA wird, als Mitglied der ETF, an einer Demonstration in Brüssel teilnehmen.

Am 5. Dezember 2005 tagt der EU-Verkehrsministerrat. Zur Disposition steht der internationale Eisenbahnpersonenverkehr, der nach dem Willen der Europäischen Kommission vollständig und ohne Rücksicht auf Bahnkunden und Beschäftigte dem Wettbewerb ausgesetzt werden soll.

Die ETF geht davon aus, dass dieser Wettbewerb letztlich den Interessen der Eisenbahnkunden und den Eisenbahnbeschäftigen schaden statt nutzen wird. Denn Wettbewerb wird künftig nur auf stark frequentierten Strecken stattfinden. Nur dort kann Profit gemacht werden. Die finanzielle Balance zwischen profitablen und defizitären Strecken innerhalb eines Unternehmens wird dann ein Ende haben.

Nationale und regionale Strecken, die bislang das Hinterland versorgt haben, würden geschwächt, eine zusammenhängende und sich ergänzende Verkehrsplanung zwischen internationalem, nationalem und regionalem Verkehr würde der Vergangenheit angehören, wenn die EU-Pläne umgesetzt werden.

Dagegen protestiert auch die Verkehrsgewerkschaft GDBA, die am Montag, dem 5. Dezember 2005, mit einer Delegation an der zentralen Demonstration in Brüssel, anlässlich des „Europäischen Aktionstags der Eisenbahnbeschäftigten“ teilnehmen wird.
 

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