Langzeitkonten-Tarifvertrag in Kraft: Neue Chancen für die Beschäftigten

Im DB-Konzern tritt am 1. Dezember 2005 der Tarifvertrag zur Führung von Langzeitkonten bei der Arbeitszeit in Kraft. Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) wertete das als „einen bedeutenden Schritt für Zehntausende Beschäftigte“, so die TG-Vorstände Alexander Kirchner und Heinz Fuhrmann.

„Während die Politik das Renteneintrittsalter anheben und die Altersteilzeit einschränken will, werden hier neue Möglichkeiten zu einem früheren Ausscheiden aus dem Arbeitsleben geschaffen“, so die Gewerkschafter. „Dies zeigt: die Tarifautonomie ist alles andere als überholt, sondern eröffnet den Beschäftigten neue Chancen.“

Auf dem Langzeitkonto können sowohl Zeit als auch Entgeltbestandteile angespart werden. Entscheidend ist dabei die Verzinsung der Guthaben. Die Konten werden von einem eigenen Fonds verwaltet. Sie sind gegen Insolvenz geschützt. Wechselt ein Arbeitnehmer in ein anderes Unternehmen im Geltungsbereichs des Tarifvertrags, kann das Konto mitgenommen werden.

Der Tarifvertrag wird in den meisten Unternehmen des DB-Konzerns Anwendung finden. Damit können rund 140.000 Beschäftigte von den neuen Bestimmungen profitieren.

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