Heesen: Versorgungsbericht kein Horrorszenario

„Der 4. Versorgungsbericht der Bundesregierung widerlegt einige Horrorszenarien, die in den vergangenen Monaten  durch die Presse geisterten.“ Das sagte der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen dem „Berliner Behörden Spiegel“ (Ausgabe vom 6. März 2008). Er sehe im Entwurf des Berichts einen Beleg dafür, dass die Versorgungsausgaben des Bundes bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt weitgehend konstant bleiben. Heesen: „Er liegt in seinen Prognosen deutlich unter den Vorhersagen der Versorgungsberichte von 1999, 2001 und 2005.“

Der dbb Chef reagierte damit auf Meldungen, wonach sich aus dem Bericht ein dreifache Steigerung der Pensionszahlungen für Bundesbeamte bis 2050 ergeben. „Der Bund hat kluge Vorsorge betrieben. In der Versorgungsrücklage sind inzwischen über zwei Milliarden Euro für die Abfederung der Versorgungshöchstlast ab 2018 enthalten. Außerdem hat man die Versorgung für alle ab 2007 verbeamteten Kolleginnen und Kollegen auf Kapitaldeckung umgestellt“, sagte Heesen.

Verantwortlich für den Anstieg der Versorgungsausgaben seien nicht die Beamten, sondern die Einstellungswellen in den 70er Jahren. „Die Beamtenversorgung ist eine Vollversorgung. Zusatzversorgung, wie sie etwa die Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes haben, gibt es bei den Beamten nicht. Außerdem unterliegt die Versorgung vollständig der Besteuerung. Insofern relativiert sich auch die angeblich so üppige Versorgungshöhe“, so Heesen.

 

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