Einkommensrunde öffentlicher Dienst - Solidarische Unterstützung der Beamten

Vor der zentralen Protestkundgebung der Beschäftigten beim Bund zur Einkommensrunde 2008 am 19. Februar in Berlin hat der Verhandlungsführer der dbb tarifunion, Frank Stöhr, auf die solidarische Unterstützung der Beamten für die Einkommensforderung der Abgestellten gegenüber Bund und Kommunen hingewiesen. Stöhr: „Die beamteten Kolleginnen und Kollegen wissen genau worum es geht - um Gerechtigkeit für alle. Nach Jahren mit Nullrunden, Stellenabbau und Arbeitsverdichtung kämpfen alle Beschäftigtengruppen zusammen um ihre gerechte Teilhabe an der allgemeinen Einkommensentwicklung. Acht Prozent, mindestens aber 200 Euro sind vor diesem Hintergrund geradezu bescheiden.“

Stöhr verwies darauf, dass die überfällige Besoldungserhöhung für die Beamtinnen und Beamten sich traditionell am Tarifergebnis orientiert: „Die Beamten unterstützen deshalb die Warnstreiks und Proteste im Tarifbereich uneingeschränkt. Gemeinsam kämpfen Arbeitnehmer und Beamte, Beschäftigte des Bundes und der Kommunen und nur gemeinsam werden wir gewinnen.“
Zur großen Protestkundgebung am 19.2.2008 gegen 12 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium erwarten die Organisatoren von dbb und verdi über Tausend Kolleginnen und Kollegen der Bundesverwaltung.

Der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Peter Heesen, hatte die gewerkschaftliche Forderung nach acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen bekräftigt. „Das ist eine Tarifforderung mit Augenmaß. Wir halten daran fest“, sagte Heesen.

„Was die Arbeitgeber bislang geboten haben, ist nicht das, was die Beschäftigten nach Jahren des Reallohnverlusts zu Recht erwarten. Es kann nicht sein, dass eine Krankenschwester demnächst anderthalb Stunden mehr arbeiten und dafür monatlich gerade mal 38 Euro mehr verdienen soll.“ Deshalb habe sich die dbb Tarifkommission für Warnstreiks ausgesprochen, so Heesen.

Den Vorwurf, die wirtschaftliche Entwicklung lasse Einkommenssteigerungen in der geforderten Höhe nicht zu, wies der dbb Chef zurück: „Unsere Tarifforderung ist sehr wohl gerechtfertigt. Wir haben dabei durchaus auf die Situation der öffentlichen Arbeitgeber geschaut und die Wirtschaftsdaten beachtet - anders übrigens als die Abgeordneten des Deutschen Bundestages bei ihrer Diätenerhöhung.“

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